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Aktuelles aus dem LIFE-Projekt „RePeat“

19.01.2026

Jetzt kann es losgehen! Das Land Niedersachsen und die Region Hannover geben bei der Auftaktveranstaltung im Haus der Region am 14.01.2026 den Startschuss für das Moorprojekt LIFE „RePeat“. Rund 160 Gäste aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Vereinen sowie aus dem Kreis der Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer sind gekommen.

Die Projektträger betonen den großen Mehrwert der Wiedervernässung der drei Moore.

„Intakte Moore sind Superhelden. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zum Naturschutz, zum Wasserrückhalt und sind die natürlichen Klimaschützer Nr. 1, da sie enorme Mengen Kohlenstoff speichern können“, so der Niedersächsische Umweltminister Christian Meyer. Außerdem wird ein wichtiger Beitrag zum Schutz der natürlichen Lebensräume und der Arten geleistet.

Jens Palandt, Umwelt- und Klimadezernent der Region Hannover: „Als Region Hannover haben wir uns ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Wir wollen möglichst bis 2035 klimaneutral werden. Dafür müssen wir nicht nur die Energiewende hinbekommen, sondern auch die massiven Treibhausgas-Emissionen aus den Mooren reduzieren. Gleichzeitig leisten wir mit dem Renaturierungsprojekt einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer natürlichen Lebensräume. Projekt RePeat ist ein Meilenstein für den Klima- und Artenschutz in der Region.“

Die Referenten:   Bildrechte: O. Sidorov
Die Referenten (v. l. n. r.): Arnd von Hugo (Landvolk Hannover), Jens Palandt (Region Hannover), Ottmar von Holtz (ArL Leine-Weser), Umweltminister Christian Meyer, Anne Rickmeyer (NLWKN), Hans Joosten (Uni Greifswald)
Das Projektteam des NLWKN   Bildrechte: S. Brosch
Das Projektteam des NLWKN
Rund 160 Gäste sind gekommen.   Bildrechte: O. Sidorov
Rund 160 Gäste sind gekommen.

Um einen großen Schritt in Richtung nachhaltige Moorentwicklung zu gehen, ist nicht nur eine enge Zusammenarbeit der Projektträger gefragt, sondern insbesondere auch die Einbindung der Akteure vor Ort. Die Maßnahmenplanung und -umsetzung sind aufgrund des naturschutzfachlichen Wertes der Moore und der empfindlichen Moorböden komplex. Um den maschinellen Einsatz kommt man jedoch, nicht zuletzt aufgrund der Projektkulisse von 1.840 ha, nicht herum. Insbesondere vor dem Hintergrund der Wiedervernässung von Mooren wird deutlich, dass Naturschutz und Wasserbau engineinandergreifen“, stellt Anne Rickmeyer, Direktorin des NLWKN, klar.

„Die Wiederherstellung der drei Moore im LIFE-Projekt "RePeat" stellt eine anspruchsvolle Aufgabe dar, die nur gemeinsam mit allen Beteiligten und bei ausreichender Flächenverfügbarkeit gelingen kann. Unser Amt hat dabei die Federführung für die Flurbereinigungsverfahren in diesen sensiblen Landschaften übernommen. Flurbereinigung heute bedeutet für uns, dass Transparenz, Beteiligung und Akzeptanz hierbei einen hohen Stellenwert erhalten. Mit dem LIFE-Projekt "RePeat" setzen wir uns gezielt dafür ein, den Moorschutz und die regionale Entwicklung in Einklang zu bringen – stets im engen Dialog mit den Menschen vor Ort“, erklärt Ottmar von Holtz, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, bei der Auftaktveranstaltung.

Die Projektträger sind sich der Bedeutung der Moorwiedervernässung für den Natur- und Klimaschutz bewusst und teilen die Ansicht des Moorforschers Hans Joosten, der in seinem Vortrag pragmatische Worte findet: „Moor muss nass.“ Er betont auch, dass solche Prozesse Zeit brauchen und nur gemeinsam mit den Landnutzenden umsetzbar sind.

Arnd von Hugo unterstreicht das und weist als Vorsitzender des Landvolkes Hannover e. V. darauf hin, bei den Planungen die Belange der Landwirtschaft zu berücksichtigen und Diskussionen auf Augenhöhe zu führen.

Dokumente zur Auftaktveranstaltung

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27.11.2025

Ein Großteil der Flächen in den genannten drei Mooren ist in Privatbesitz. Die Eigentumsstrukturen sind komplex und kleinteilig. Die frühzeitige Information der Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümer sowie der Interessensverbände zum geplanten Projekt, zu den Beteiligungsmöglichkeiten und den verschiedenen Optionen im weiteren Verfahren ist den Projektträgern ein besonders wichtiges Anliegen. Bereits vor dem offiziellen Projektstart wurde auf mehreren Veranstaltungen über das geplante Projekt informiert. Diese bildeten zudem den Prozessauftakt zur Mitarbeit und Beteiligung. In verschiedenen Gremien besteht die Möglichkeit, örtliche Belange aller Art einzubringen, um die Planung damit abzurunden und gemeinsame Wege zu klima- und naturschutzoptimierten Mooren zu gestalten.

Im Laufe des Projekts werden die Projektpartner zu Veranstaltungen sowie Begehungen einladen, um über den Projektstand zu informieren und mit Ihnen in den Austausch zu treten.

Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen!

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Torfmoose und Moosbeere   Bildrechte: S. Brosch

Torfmoose und Moosbeere (Foto: S. Brosch)

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Thomas Kutter

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Betriebsstelle Hannover-Hildesheim
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover
Tel: +49 (0)511 / 3034-3352

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