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Das Projektgebiet „Hannoversche Moorgeest“

Das Projektgebiet „Hannoversche Moorgeest“ umfasst 2.243 Hektar und besteht aus dem Helstorfer, Otternhagener, Bissendorfer und Schwarzen Moor. Namensgebend ist die naturräumliche Zuordnung zum Weser-Aller-Flachland und dort zur Hannoverschen Moorgeest. Das Moorquartett liegt im Nordwesten der Region Hannover in der Gemeinde Wedemark und den Städten Neustadt, Langenhagen und Garbsen.
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Lage und Abgrenzung des LIFE+ Projektgebietes „Hannoversche Moorgeest“  
Lage und Abgrenzung des LIFE+ Projektgebietes „Hannoversche Moorgeest“ (Detailinfos zu den einzelnen Naturschutzgebieten s. rechts)
Die Moore sind zum Teil seit Jahrzehnten Naturschutzgebiete und als Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete) im Rahmen des europäischen Netzes Natura 2000 an die EU-Kommission gemeldet. Etwa 93 % der Projektkulisse konnten dadurch erhalten und zum Teil bereits positiv entwickelt werden.
Wiedervernässte ehemalige Handtorfstiche im Otternhagener Moor r  
Wiedervernässte ehemalige Handtorfstiche im Otternhagener Moor (Foto: S. Brosch)
In den zentralen Moorbereichen gibt es noch Reste lebender Hochmoore. Darüber hinaus sind Moorwälder, Übergangs- und Schwingrasenmoore, Torfmoos-Schlenken, aber auch noch große Bereiche renaturierungsfähigen Hochmoores anzutreffen. In den naturnahen moortypischen Bereichen wachsen seltene und auf diesen Lebensraum spezialisierte Pflanzenarten wie Torfmoose, Sonnentau, Wollgras, Moosbeere und Glockenheide.
Wollgräser an einem wiedervernässten ehemaligen Torfstich  
Wollgräser an einem wiedervernässten ehemaligen Torfstich (Foto: C. Stahl)
Der Kranich ist hier in den letzten Jahren heimisch geworden. Im Moor brütet unter anderem der Ziegenmelker; Sumpfohreule und Raubwürger sind Wintergäste.

Zwar sind in 76 % des Projektgebietes wertvolle Moor-Lebensräume und -Arten vorhanden, nach europäischem Maßstab befinden sie sich aber häufig in einem ungünstigen Erhaltungszustand. Ursache hierfür ist die Störung des natürlichen Wasserregimes. Biotopstrukturen weisen darauf hin, dass über 80% des Projektgebietes stark oder deutlich entwässert sind (s. Abb. rechts: "Gravierende Beeinträchtigungen durch Entwässerung"). Die Folgen sind eine immer stärkere Bewaldung der Moore und die Verdrängung der typischen Moorvegetation sowie die Zunahme standortfremder Arten.

Ausführlichere Informationen zu den vier Moorgebieten:

Moorgeest
Lage des LIFE+ Projektegebietes „Hannoversche Moorgeest“  

Lage des LIFE+ Projektegebietes „Hannoversche Moorgeest“

NSG Bissendorfer Moor, Weg zum Aussichtsturm (Foto S. Brosch)  

NSG Bissendorfer Moor, Weg zum Aussichtsturm (Foto: S. Brosch)

Gravierende Beeinträchtigungen durch Entwässerung  

Gravierende Beeinträchtigungen durch Entwässerung (Quelle: Prof. Dr. T. Kaiser: Pflege- und Entwicklungsplan Hannoversche Moorgeest 2010, verändert)

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Susanne Brosch

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Betriebsstelle Hannover-Hildesheim
- Projektleitung Life+ Moorgeest
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover
Tel: +49 (0)511 / 3034-3115

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