NLWKN klar

Staatlich anerkannte Laboratorien

Staatlich anerkannte Untersuchungsstellen der wasser- und abfallrechtlichen Überwachung (§ 125 NWG, § 44 NAbfG)


Die Verordnung über die staatliche Anerkennung von Untersuchungsstellen der wasser- und abfallrechtlichen Überwachung in Niedersachsen vom 23. April 2010 ist das rechtliche Instrumentarium für umweltanalytische Aufgaben bei gleichzeitiger Sicherstellung eines hohen Qualitätsniveaus.

Das Qualitätssicherungssystem basiert in seinen Grundsätzen auf der Norm ISO/IEC 17025:2017. Mit dem Stichtag der Veröffentlichung der englischen Fassung der internationalen Norm am 30.11.2017 beginnt für die Laboratorien die dreijährige Übergangsfrist zur Umstellung aller auf Basis der DIN EN ISO/IEC 17025:2005 erteilten Akkreditierungen. Die deutsche Fassung DIN EN ISO/IEC 17025 ist vom Beuth-Verlag für den März 2018 angekündigt und kann hier vorbestellt werden.

Um den betroffenen Laboratorien eine erste Hilfestellung zu geben, hat die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) eine Anleitung für den Umstellungsprozess auf die Norm ISO/IEC 17025:2017 veröffentlicht. Diese Anleitung legt die Rahmenbedingungen für die Umstellung der Norm fest und bereitet die Laboratorien auf die Begutachtung zur Umstellung der Akkreditierung vor.

Nach Abschluss der Vorbereitungen und der Schulung ihrer Begutachter will die DAkkS ab dem 1. Juli 2018 auf Grundlage der neuen DIN EN ISO/IEC 17025:2018 Begutachtungen durchführen können. Alle Untersuchungsstellen müssen bis spätestens 31. Mai 2020 die Begutachtung zur Umstellung auf die neue Norm durchführen lassen, damit die Urkunden rechtzeitig vor dem 1. Dezember 2020 ausgestellt werden können.

Weitere qualitätssicherungssystemrelevante Regelwerke sind die Fachmodule Wasser und Abfall die sich zurzeit in Überarbeitung befinden.

Die Möglichkeit der staatlichen Anerkennung erstreckt sich zurzeit in Niedersachsen auf die Untersuchungen von:

Abwasser im Rahmen der
• behördlichen Einleiterüberwachung gem. § 101 WHG
• Indirekteinleiterüberwachung gem. § 98 Abs. 2 NWG

Grundwasser, Sickerwasser und Oberflächenwasser bei der
• Deponieüberwachung gem. § 44 NAbfG

Klärschlamm und Boden beim Vollzug der
• Klärschlammverordnung § 3 (AbfKlärV)


Am 27.09.2017 ist die neue Klärschlammverordnung (AbfKlärV) mit sofortiger Wirkung in Kraft getreten. Die zur Zeit erteilten Notifizierungen behalten ihre Gültigkeit bis zum 31.03.2018. Danach müssen die Laboratorien eine Akkreditierung der DAkkS nach der neuen AbfKlärV nachweisen. Für die Übergangszeit haben die Bundesländer eine Übergangsregelung vereinbart (für die niedersächsische Version s. Infospalte). Untersuchungsstellen die ihre Notifizierung fortsetzen möchten, sollten bis Ende Februar 2018 einen Antrag auf Notifizierung stellen.

Die Notifizierungen können für jeden Teilbereich der Fachmodule getrennt beantragt werden. Die nach den Fachmodulen Wasser und Abfall erteilten Notifizierungen gelten bundesweit.

Für die Anerkennung der Untersuchungsstellen die Ihren Geschäftssitz in Niedersachsen haben ist der NLWKN zuständig. Untersuchungsstellen aus anderen Bundesländern können eine Notifizierung beantragen, sofern das Sitzland keine entsprechende Notifizierung anbieten kann.

Das Recherchesystem Messstellen und Sachverständigen (ReSyMeSa) ist eine umfangreiche Datenbank der notifizierten Stellen aller Bundesländer und hält zusätzliche Informationen zur Notifizierung und zu den Ringversuchen für den Nutzer bereit.


Ihr Ansprechpartner ist:

Dipl.-Ing. Adina Münzebrock
Tel.: 05121 / 509 - 777
Mail: adina.muenzebrock (a) nlwkn-hi.niedersachsen.de


zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln