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Sturmflutwarndienst

 
Sturmflut auf Norderney

Aufgaben

Der Sturmflutwarndienst ist verantwortlich für die frühzeitige innerbetriebliche Warnung und Information im NLWKN bei sturmverursachter Überflutungsgefahr an der niedersächsischen Küste. Im Rahmen des operationell betriebenen Warndienstes wird mit einem Vorlauf von bis zu fünf Tagen montags bis freitags, im Bedarfsfall auch an Wochenenden und Feiertagen, über die zu erwartenden Tidehochwasserstände informiert. Auch die Deichverbände, betroffene Gemeinden, Landkreise und die Katastrophenschutzbehörden des Landes werden vor Sturmfluten gewarnt. Der operative Küstenschutz kann so frühzeitig Personal und Gerätschaften in Sicherheit bringen und bei schweren Sturmfluten notwendige organisatorische Vorkehrungen an den Küstenschutzanlagen treffen. Dies betrifft insbesondere auch die Sturmflutsperrwerke an der Ems, Weser und Elbe. Die aktuellen Wasserstandsvorhersagen werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Verfahren

Die Sturmflutvorhersagen beruhen auf einem statistischen Verfahren und erfolgen in einer mehrstufigen Beobachtung und Beurteilung der Wind- und Stauverhältnisse über der Nordsee. Basis der Wasserstandsprognosen sind Wind- und Luftdruckvorhersagen aus dem ICON-Modell des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Die Entwicklung wird langfristig und großräumig verfolgt, Trends und Veränderungen von bis zu vier Windvorhersagen am Tag werden bewertet. Mit abnehmender Vorlaufzeit werden dabei die Prognosen immer genauer. Basierend auf Messungen niederländischer Pegel sowie aktuellen Winddaten werden die Vorhersagen wenige Stunden vor Erreichen des Sturmflutscheitels nochmals aktualisiert und mit der Entwicklung der örtlichen Wasserstände abgeglichen. Ergänzend finden Stauprognosen anderer Institutionen wie dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, dem Königlich-Niederländischen Meteorologischen Institut und dem niederländischen Rijkswaterstaat Eingang in die Vorhersage.

 
Für die Sturmflutvorhersage verwendete Wasserstandspegel und Ausgabepunkte des ICON-Modells des DWD
 
Orkan Xaver (Nikolausflut 2013): Windgeschwindigkeit und –richtung über der Nordsee etwa zur Zeit des Tidehochwassers auf Norderney. Dazu ein Vergleich der Wasserstandshöhen einiger schwerer Sturmfluten
Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Heiko Knaack

NLWKN Norden-Norderney
Jahnstraße 1
D-26506 Norden
Tel: 04931/947-155
Fax: 04931/947-125

www.nlwkn.niedersachsen.de

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