Klimaparameter
Das Klimageschehen der etwa letzten zwei Jahrhunderte bis heute wurde und wird auf verschiedene Arten und Weisen beobachtet und gemessen. Die Erfassung verschiedener Klimagrößen spielt dabei eine wesentliche Rolle. Hierzu zählen unter anderem
- Lufttemperatur (2 m über dem Boden), durch Thermometer oder Messfühler (Sensoren)
- Niederschlag (1-2 m über dem Boden), durch Pluviometer oder Radar (Doppler-Radar)
- Windgeschwindigkeit (10 m über Boden), durch Anemometer
- Globalstrahlung, durch Pyranometer
- Luftdruck, durch ein Barometer bzw. Barograph
- Sonnenscheindauer, durch Sonnenscheinautograph oder photoelektrische Sensoren
- relative Luftfeuchte, durch Hygrometer / Psychrometer
- Verdunstung, durch Lysimeter.
Die Daten werden meist punktuell, das heißt an einem Ort gemessen (Ausnahme: Radar-Messung oder Wettersatelliten). Entsprechende Messstationen gibt es in Deutschland bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts. Inzwischen umfasst das Messnetz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mehrere tausend Stationen auf dem Gebiet der Bundesrepublik (wovon rund 2000 aktuell noch in Betrieb sind), welche eine Vielzahl von Parametern in unterschiedlichen zeitlichen Auflösungen erfassen. Aussagen zum Wettergeschehen bzw. zu Klimagrößen werden in der Regel jedoch flächenhaft benötigt Dies betrifft vor allem Größen, die räumlich stark variieren wie zum Beispiel der Regen. Dafür werden zum einen die Werte zwischen den Messstationen interpoliert. Beispiele für entsprechende Datenprodukte des DWD sind etwa HYRAS oder TRY. Zum anderen betreibt der DWD verschiedene Radarsysteme seit Ende des 20. Jahrhunderts zur flächenhaften Erfassung von Daten. Hierzu zählt beispielsweise das Radardatenprodukt RADOLAN zur Erfassung des Niederschlags.
Außerdem betreibt der NLWKN ein eigenes Niederschlagsmessnetz, um das bestehende Messnetz des DWD für Zwecke der Wasserwirtschaft und der Hydrometeorologie zu ergänzen. Weiter zum Thema KlimaänderungenKlimamessstation auf dem Schneefernhaus (Bayern)
Artikel-Informationen
Ansprechpartner/in:
Uwe Petry
Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
An der Scharlake 39
31135 Hildesheim

