Grundwassermenge
Die Beobachtung der Grundwasserstände dient im Wesentlichen der Erfassung der Wasservorräte in den Grundwasserleitern und ihrer zeitlichen Veränderung sowie der Überwachung der räumlichen Auswirkungen von Grundwassernutzungen. Diese Kenntnisse sind notwendige Voraussetzungen für eine schonende, bedarfsgerechte Bewirtschaftung unserer Grundwasservorkommen und für wasserwirtschaftliche Planungen.
Der Grundwasserstand und seine Veränderungen werden hauptsächlich von folgenden Faktoren beeinflusst:
Natürliche Faktoren
- Klimatische Verhältnisse (z. B. Niederschlag, Temperatur, Verdunstung)
- Gestalt der Geländeoberfläche (Morphologie)
- Überirdisches Gewässernetz
- Bodentyp, Bodenart
- Grundwasserflurabstand
- Hydrogeologie des Untergrundes
Anthropogene Faktoren
- Landnutzung
- "Versiegelung" der Erdoberfläche
- Stauhaltungen
- Gewässerausbau
- Meliorationsmaßnahmen
- Einleitungen in das Grundwasser
- Grundwasserentnahmen
- Einbauten in das Grundwasser
- Abbau von Bodenschätzen
Unter Berücksichtigung dieser Einflüsse gibt es zwei große Gruppen von Messstellen: Solche, die vom Menschen weitgehend unbeeinflusst den natürlichen Grundwasserstand und seinen zeitlichen Gang erkennen lassen, und solche, deren Messergebnisse mehr oder weniger stark von anthropogenen Einflüssen bestimmt sind.
Übersicht Messprogramme 2014, Quelle: NLWKN, Gewässerüberwachungssystem Niedersachsen (GÜN)