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Biotopvernetzung

Die Biotopvernetzung dient der Durchlässigkeit der den Biotopverbund umgebenden Kulturlandschaft. Diese soll eine hinreichende Dichte an Landschaftselementen mit ausreichender Qualität aufweisen, um Tierarten die Wanderbewegungen zwischen den Bestandteilen des Biotopverbundes zu ermöglichen (§ 21 Absatz 6 BNatSchG)

Auch eine intensiv genutzte Agrarlandschaft kann durch Landschaftselemente strukturreich im Sinne des Biotopverbunds gestaltet werden. § 13a des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes (NNatSchG) sieht hierzu vor, dass der Biotopverbund 10 % der Offenlandfläche des Landes umfassen soll. In von der Landwirtschaft geprägten Gebieten, in denen keine ausreichend vernetzenden Strukturen vorhanden sind, sollen entsprechende Elemente wie Hecken, Feldgehölze oder Feldraine geschaffen werden. Es gibt verschiedene Typen von Landschaftselementen, die eine gewisse Naturnähe, Mindestdauer und Mindestgröße mitbringen müssen, um eine verbindende Funktion entfalten zu können und damit eine Funktion im Biotopverbund zu übernehmen. Neben der Verbundfunktion bieten sie auch Lebensraum für Arten, die die Agrarlandschaft bewohnen, wie Insekten, Feldhase, Rebhuhn und zahlreiche andere Feldvogelarten.

Landschaftselemente, die eine wichtige Verbundfunktion für Lebensräume haben, sind:

  • Feldgehölze, Streuobstwiesen und weitere Trittsteinbiotope
  • Brachflächen
  • Hecken und Gebüsche
  • Alleen und Baumreihen
  • Feldraine, Säume
  • Lesesteinwälle, Trocken- und Natursteinmauern
  • Gewässerrandstreifen, Entwicklungskorridore
  • Artenreiche Blüh- und Wildkrautstreifen
  • Herausragende Einzelbäume
  • Tümpel, Sölle, Kleinmoore, Dolinen u. a. Feuchtgebiete.

Im Leitfaden zur insektengerechten Unterhaltung von Landschaftselementen in der niedersächsischen Agrarlandschaft werden konkrete Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zur Pflege und Aufwertung von Landschaftselementen aufgezeigt, um diese als wichtige Lebensräume für Insekten zu erhalten bzw. zu entwickeln und sie in ihrer Funktion zu stärken. Der Leitfaden ist das Ergebnis einer Maßnahmenumsetzung des „Aktionsprogramm Insektenvielfalt“ (s. a. Förderung von Maßnahmen).

Gewässerrandstreifen   Bildrechte: H.-J. Zietz
Allee   Bildrechte: H.-J. Zietz
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