KliBiW - Analyse der heutigen und zukünftigen Klimaentwicklung
Das Projekt KliBiW befasst sich mit der Analyse der heutigen und möglichen zukünftigen Klimaentwicklung in Niedersachsen anhand ausgewählter Klimagrößen. Grundlage für die Untersuchung der vergangenen Verhältnisse sind Stationsmessdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in ganz Niedersachsen. Es wurden Trenduntersuchungen für verschiedene Indizes und Jahreszeiten durchgeführt, sowohl als Gebietsmittel für Niedersachsen als auch anhand der einzelnen Stationszeitreihen. Beispielhaft werden im Folgenden die Ergebnisse für die Größen mittlere Temperatur, Niederschlagssumme und maximaler 1-Tages-Niederschlag dargestellt.
Die Analyse der möglichen zukünftigen Entwicklung ausgewählter Klimagrößen in Niedersachsen wurde auf Basis von verschiedenen Treibhausgas-Szenarien durchgeführt. In den ersten Projektphasen wurde das Szenario A1B betrachtet, welches von einem zukünftig gemäßigten Anstieg der globalen Treibhausgas-Emissionen ausgeht und zur Familie der SRES-Szenarien gehört (Special Report on Emission Scenarios). In den neueren Projektphasen standen die Szenarien RCP8.5 (ohne Klimaschutz) bzw. RCP2.6 (mit Klimaschutz) im Fokus, welche von einem deutlichen Anstieg bzw. einer deutlichen Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen bis zum Ende des 21. Jahrhunderts ausgehen und zur Familie der Repräsentativen Konzentrationspfade gehören. Weitere Infos zu den zugrunde liegenden Szenarien und Klimamodellen können hier abgerufen werden.
Die Berechnung der zukünftigen Veränderungen erfolgte auf Basis 30jähriger Mittel für verschiedene Zeitabschnitte in der Zukunft, jeweils gegenüber einem Referenzzeitraum in der Vergangenheit. Die Ergebnisse der verwendeten Modell-Ensembles bilden eine Bandbreite von Änderungswerten für jeden 30-jährigen Zukunftsabschnitt.
Die räumlich differenzierte Betrachtung der zukünftigen klimatischen Veränderungen erfolgt auf Basis der Rasterdaten der verwendeten Klimamodelle. Die Ergebnisse zeigen bereits in der nahen Zukunft eine flächendeckende Zunahme der Temperaturen, die gegen Ende des 21. Jahrhunderts noch deutlicher ausgeprägt erscheint, bei einem leichten Südost-Nordwest-Gefälle. Die Niederschlagssummen zeigen bis zur Mitte des Jahrhunderts keine wesentlichen Veränderungen. Erst in der fernen Zukunft nehmen diese leicht zu, bedingt durch Veränderungen im Winterhalbjahr (im Sommerhalbjahr ändern sich die Werte im Mittel kaum).
Eine detaillierte Beschreibung aller Ergebnisse zur Klimaentwicklung kann den jeweiligen KliBiW-Abschlussberichten entnommen werden.
Artikel-Informationen
erstellt am:
21.05.2012
zuletzt aktualisiert am:
02.03.2026
Ansprechpartner/in:
Uwe Petry
Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
An der Scharlake 39
31135 Hildesheim

