Säugetiere
74 Säugetierarten sind in Niedersachsen heimisch. Viele davon sind recht populär. Jeder kennt z. B. Feldhase, Igel oder - als größte landlebende Säugetierart - den Rothirsch. Die zahlreichen Kleinsäugerarten wie z. B. Spitzmäuse und Bilche hingegen dürften den wenigsten Menschen näher bekannt sein.
Die Lebensraumansprüche der Säugetierarten sind vielfältig. Manche Arten leben im und am Wasser (z. B. Fischotter, Wasserspitzmaus), die meisten auf dem Land, einige sind flugfähig (Fledermäuse). Hinsichtlich der Lebensweise reicht das Spektrum von tag- zu nachtaktiven Arten, Pflanzen- zu Fleischfressern, von Waldbewohnern zu Tieren des Offenlandes.
Fast allen gemeinsam ist jedoch, dass sie Platz zur ungestörten Lebensentfaltung benötigen. Zahlreiche Säugetierarten werden aber durch die menschlichen Raumansprüche immer mehr zurückgedrängt. Nur wenige Arten, z. B. der Fuchs oder der Steinmarder, haben sich dagegen als sehr anpassungsfähig erwiesen und profitieren sogar von menschlicher Nähe.
Gefährdung
Viele Säugetierarten erleiden mit der Veränderung unserer Landschaft durch Versiegelung, Zerschneidung und Vergiftung, aber auch durch direkte Verfolgung massive Rückgänge bis hin zum Aussterben.
Die fortschreitende Zerschneidung von Wäldern insbesondere durch vielbefahrene Straßen isoliert z. B. Wildkatzenpopulationen, ganz zu schweigen von Spitzmäusen und anderen Kleinsäugern, und engt deren Lebensraum immer weiter ein.
Erfassung
Erfasst werden ausgewählte Säugetierarten. Für Fledermäuse ist ein Betreuungsnetz aufgebaut worden, dessen ehrenamtliche Mitglieder neben der Erfassung in ganz Niedersachsen Beratungen und Fledermaus-Hilfsmaßnahmen durchführen.
Artengruppen der Niedersächsischen Arten-Erfassungsprogramme
Artikel-Informationen
Ansprechpartner/in:
Dr. Linus Günther
Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Betriebsstelle Hannover-Hildesheim
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover
Tel: +49 (0)511 / 3034-3215
