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Die Pflanzengesellschaften Niedersachsens – Moosgesellschaften

Naturschutz und Landschaftspflege in Niedersachsen


Heft 20/9 (1991), 202 S., vergriffen
von Uwe Drehwald und Ernst Preising; mit dem Beitrag von U. Drehwald: Zur Syntaxonomie und Synsystematik der niedersächsischen Moosgesellschaften

Download des Heftes (PDF, 10,5 MB)

Inhalt
1 Übersicht über die Moosgesellschaften
2 Einleitung
3 Moosgesellschaften als Gegenstand des Naturschutzes
4 Methodisches
5 Grundlagenmaterial
6 Systematik und Nomenklatur
7 Aufbau der Gesellschaften
8 Aufstellung einer »Roten Liste« der Moosgesellschaften
9 Zweck der Roten Liste der Moosgesellschaften
10 Grundlagen zur Ermittlung des Gefährdungsgrades und zur Bewertung der Moosgesellschaften
11 Aufbau und Inhalt der Roten Liste
12 Definition der Bewertungsstufen der Gefährdung und Bestandssituation, der Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit und der gegenwärtigen Schutzverhältnisse
13 Kurzfassung der Gefährdungs- und Schutzmerkmale und Bewertungsstufen
14 Die Rote Liste der Moosgesellschaften
15 Kurzbeschreibung der Moosgesellschaften
16 Zur Syntaxonomie und Synsystematik der niedersächsischen Moosgesellschaften
17 Literatur
18 Register

Übersicht über die Moosgesellschaften
1 Klasse: Platyhypnidio-Fontinalietea Philippi 1956 – Wasser-Moosgesellschaften

1.1 Ordnung: Leptodictyetalia riparii Philippi 1956
1.2 Ordnung: Hygrohypnetalia Krajina 1933 em. Geissler 1976
1.3 Ordnung: Brachythecietalia plumoso-rivularis Drehwald 1991
1.4 Ordnung: Leskeetalia polycarpae Lecointe 1976
2 Klasse: Adiantetea Br.-Bl. 1948 – Quell-Moosgesellschaften
2.1 Ordnung: Adiantetalia Br.-Bl. 1948
3 Klasse: Schistidietea apocarpi Jezek & Vondracek 1962 em. Drehwald 1991 – Basiphile Gesteins- und Borkenmoosgesellschaften
3.1 Ordnung: Schistidietalia apocarpi Jezek & Vondracek 1962 em. Hertel 1974
3.2 Ordnung: Ctenidietalia mollusci Hadac & Smarda in Klika & Hadac 1944
3.3 Ordnung: Neckeretalia complanatae Jezek & Vondracek 1962
4 Klasse: Frullanio dilatatae-Leucodontetea sciuroidis Mohan 1978 em. Marstaller 1985
4.1 Ordnung: Orthotrichetalia Hadac in Klika & Hadac 1944 – Steifblattmoos-Gesellschaften
5 Klasse: Racomitrietea heterostichi Neumayr 1971 – Moosgesellschaften auf trockenem Silikatgestein
5.1 Ordnung: Racomitrietalia heterostichi Philippi 1956
5.2 Ordnung: Grimmietalia hartmannii Philippi 1956
6 Klasse: Cladonio-Lepidozietea reptantis Jezek & Vondracek 1962 – Schuppenzweigmoos-Gesellschaften
6.1 Ordnung: Lophocoletalia heterophyllae Barkman 1958
6.2 Ordnung: Brachythecietalia rutabulo-salebnosi Marstaller 1987
7 Klasse: Dicranelletea hetenomallae Mohan 1978 – Moosgesellschaften saurer Erdraine
7.1 Ordnung: Dicranelletalia heteromallae Philippi 1956
8 Klasse: Ceratodonto-Polytrichetea piliferi Mohan 1978 – Glashaar-Widertonmoos-Gesellschaften
8.1 Ordnung: Polytrichetalia piliferi Hübschmann 1975
9 Klasse: Barbuletea unguiculatae Mohan 1978 – Bärtchenmoos-Gesellschaften
9.1 Ordnung: Barbuletalia unguiculatae Hübschmann 1960
10 Klasse: Funarietea hygrometricae Hübschmann 1957 – Drehmoos-Gesellschaften
10.1 Ordnung: Funarietalia hygrometricae Hübschmann 1957
10.2 Ordnung: Splachnetalia lutei Hadac in Klika & Hadac ex Hübschmann 1957
11 Klasse: Dicranelletea cerviculatae Hübschrnann 1957 – Kropf-Kleingabelzahnmoos-Gesellschaften
11.1 Ordnung: Dicranelietalia cerviculatae Hübschmann 1957
12 Verbände mit unklarem Anschluss

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2 Einleitung (Auszug)
Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, diese bisher wenig beachteten Organismengemeinschaften der Moose stärker in den Blickpunkt des Naturschutzes zu rücken. Wir sind der Auffassung, dass es über die »Roten Listen von Pflanzen- und Tierarten«, d.h. über die im Rückgang befindlichen und gefährdeten Arten hinaus, notwendig ist, die Moose und Flechten auch in ihren Vergesellschaftungen zu betrachten, wie sie uns an vielen Orten in der Landschaft und hier und dort auch noch in dicht besiedelten Gebieten begegnen, und die Bestandsveränderungen und Entwicklungsrichtungen dieser Lebensgemeinschaften und deren Ursachen zu ergründen und zu verfolgen. Die Moos- und Flechtengesellschaften gehören wie die Blütenpflanzen-Gesellschaften zu den wichtigen Grundformen und Bausteinen höherer sozialer Strukturen von Organismen, denen alle Lebenswesen mehr oder weniger zugeordnet sind und die bestimmten Gesetzmäßigkeiten in ihren Strukturen, Ordnungen und Funktionen unterliegen.

Eine ebenso wichtige Aufgabe dieser Arbeit wurde darin gesehen, einen möglichst genauen Überblick über den gegenwärtigen Stand der Kenntnis von den Moosgesellschaften in unserem Lande zu gewinnen, auch um auf diese Weise auf wissenschaftliche Lücken aufmerksam zu machen und dazu anzuregen, diese schließen zu helfen.

Zur Syntaxonomie und Synsystematik der niedersächsischen Moosgesellschaften
von Uwe Drehwald

Die folgende systematische Übersicht über die in Niedersachsen bekannten Bryophytengesellschaften stellt die Grundlage für die systematische Anordnung und Syntaxonomie der Gesellschaften im vorhergehenden, beschreibenden Teil dar. In der Übersicht werden alle neuen Syntaxa beschrieben und Lectotypen für einige Syntaxa angegeben. Subassoziationen werden nur aufgeführt, wenn sie neu beschrieben werden oder taxonomische Änderungen vorgenommen werden. Synonyme werden angegeben, soweit sie in jüngerer Zeit verwendet wurden oder zum Verständnis der Fassung der Syntaxa wichtig sind. In einigen Fällen wurden auch Bemerkungen zur Syntaxonomie, Synsystematik oder anderer Art zugefügt.
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Moosgesellschaften  
Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Naturschutzinformation

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover
Tel: +49 (0)511 / 3034-3305
Fax: +49 (0)511 / 3034-3501

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