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Offshore-Hafen Cuxhaven wird erweitert

22. Februar 2008 // NLWKN genehmigt vorzeitigen Baubeginn für Liegeplatz 8


Der Ausbau des Hafens Cuxhaven zum Offshore-Basishafen kann beginnen. Der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) genehmigte den vorzeitigen Baubeginn für den ersten Bauabschnitt von Liegeplatz 8. "Damit sind die Weichen für den Ausbau der Offshore-Windenergie und die wichtige Windenergienutzung auf See gestellt", betonte Umweltminister Hans-Heinrich Sander am Freitag in Hannover. "Das Ziel der Landesregierung ist es, den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch in Niedersachsen bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent zu erhöhen. Dabei kommt der Offshore-Windenergie eine herausragende Bedeutung zu."

Im Offshore-Basishafen sollen zukünftig die sehr großen Gründungskörper verschifft werden, die einen sicheren Stand der neuen modernen Windkraftanlagen der 5 MW-Klasse in der Nordsee erst ermöglichen. Aber auch das übrige Zubehör zum Bau von Offshore-Anlagen wird über Cuxhaven verschifft werden - dafür steht bereits eine Schwerlastplattform im vorhandenen Hafenbereich zur Verfügung. "Wir haben großes Interesse daran, rechtzeitig Vorsorge für die bedarfsgerechte Verschiffung von Offshore-Windenergieanlagen vom Standort Cuxhaven aus zu ermöglichen", betonte der Minister. Die Produktionsanlagen der in Cuxhaven investierenden Firmen sind im Bau oder werden im neuen Hafenbereich entstehen; ab 2009 soll der Hafen für die Verladung der Anlagen genutzt werden können. Investiert werden rund 48 Millionen Euro. Antragsteller und Träger des Projekts ist N-Ports.

Mit der Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn darf jetzt im Bereich des alten Grodener Hafens gebaut werden. Dazu gehören die erforderlichen Kaianlagen für einen Warte- und einen Hafenliegeplatz sowie für einen Stichhafen. Vorgesehen sind Rückbauten an den Buhnen und am Deckwerk der Elbe. Damit können auch die notwendigen Wassertiefen hergestellt werden; das Gelände vor dem Deich wird erhöht.

"Die Zulassung konnte schon dreieinhalb Monate nach Beginn des Verfahrens erteilt werden, weil viele der im Verfahren vorgetragenen Bedenken ausgeräumt werden konnten", fügte die Sprecherin des NLWKN hinzu. Die Fachbehörden hatten dem vorzeitigen Baubeginn Anfang Februar im Rahmen des vorgeschriebenen Erörterungstermins zugestimmt.

In Cuxhaven geht man davon aus, dass durch diese Technologie und Verschiffung ca. 600 direkte Arbeitsplätze durch die Fertigung der Windenergieanlagen-Komponenten sowie ca. 800 weitere indirekte Arbeitsplätze (Zulieferer, etc.) vor Ort entstehen werden.

Das Verfahren ist mit der jetzt erteilten Teilgenehmigung jedoch noch nicht abgeschlossen. Insbesondere die notwendigen Kompensationsmaßnahmen für den Ausgleich bzw. Ersatz des Eingriffs in Natur und Landschaft sind im weiteren Planfeststellungsverfahren zu konkretisieren. Die Ergänzungen werden dann erneut ausgelegt.

Lageplan Offshore-Hafen Cuxhaven
Lageplan Offshore-Hafen Cuxhaven
Presseinfo

Artikel-Informationen

erstellt am:
22.02.2008
zuletzt aktualisiert am:
27.04.2010

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