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Alte Schleusenanlage endgültig Geschichte

Mit Abbruch des Binnenhaupts verschwinden letzte Elemente der 1854 begründeten alten Hadelner Kanalschleuse


Otterndorf/Stade. Am Ende ging es ganz schnell: Innerhalb von nur zwei Tagen und noch unter winterlichen Bedingungen wurde in der vergangenen Woche das sogenannte Binnenhaupt der alten Hadelner Kanalschleuse vollständig demontiert. Damit sind in Otterndorf auch die letzten Überbleibsel der 1854 begründeten und in den 1960er Jahren erweiterten Schleusenanlage verschwunden. Nebenan nimmt derweil der Neubau Kontur an.

Die stählerne Konstruktion war 1968 zusammen mit der Schleusenkammer zur Verbesserung des Schleusenbetriebs an das bestehende Tunnelgewölbe angebaut worden. „Bis dahin waren in Otterndorf nur sogenannte Dockschleusungen bei Wassergleichstand möglich“, erklärt Andreas Kosch, Projektleiter beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Das alte Binnenhaupt mit Hubtor und angrenzenden Spundwänden war das letzte noch sichtbare Relikt der ehemaligen Schleusenanlage: Alle weiteren Elemente sind im Zuge des laufenden Neubaus der Schleusen- und Küstenschutzanlage bereits 2019 zurückgebaut worden.

„Der Abbruch erfolgte insgesamt erfreulich reibungslos“, so Andreas Kosch. Die wesentlichen Abbrucharbeiten waren entsprechend bereits nach zwei Tagen und damit deutlich schneller als erwartet abgeschlossen. Dabei wurde zunächst die Befestigung an den vier Füßen des Portalrahmens gelöst, um diesen mit einem mobilen Auto-Kran anheben und östlich neben der Schleusenkammer abstellen zu können. Nachdem durch einen Abbruch-Bagger zwei der vier Portalfüße abgetrennt waren, konnte das 17 Tonnen schwere Portal seitlich hingelegt und für den Abtransport weiter zerkleinert werden. Anschließend wurde das 22 Tonnen schwere Hubtor per Kran aus der Torführung herausgehoben. Das über 50 Jahre alte Stück Wasserwirtschaftsgeschichte wurde mit der „Zange“ des Abbruch-Baggers in Längsrichtung für den Abtransport mittig aufgetrennt und auf Container verladen.

Das zügige Fortkommen der Arbeiten hat noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Auch die Vollsperrung rund um die Anlage konnte früher als geplant aufgehoben werden. Die Straße „Am Kanal“ in Otterndorf ist inzwischen wieder nutzbar.


Ein Kran hebt das alte Binnenhaupt in die Luft. Es wird später zerteilt und abtransportiert.   Bildrechte: Kosch/NLWKN
Mit dem alten Binnenhaupt verschwinden die letzten sichtbaren Elemente der ehemaligen Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf.
Ein Kran hebt das alte Binnenhaupt in die Luft. Es wird später zerteilt und abtransportiert.  
Das alte Hubtor wurde im Rahmen der Arbeiten ebenfalls demontiert, zerkleinert und abtransportiert.
Ein Kran hebt das alte Binnenhaupt in die Luft. Es wird später zerteilt und abtransportiert.  
Mit dem alten Binnenhaupt verschwinden die letzten sichtbaren Elemente der ehemaligen Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf.
Ein Kran hebt das alte Binnenhaupt in die Luft. Es wird später zerteilt und abtransportiert.  
Mit dem alten Binnenhaupt verschwinden die letzten sichtbaren Elemente der ehemaligen Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf.
Ein Kran hebt das alte Binnenhaupt in die Luft. Es wird später zerteilt und abtransportiert.  
Mit dem alten Binnenhaupt verschwinden die letzten sichtbaren Elemente der ehemaligen Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf.
NLWKN-Logo Bildrechte: NLWKN

Artikel-Informationen

erstellt am:
22.02.2021

Ansprechpartner/in:
NLWKN Pressestelle

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
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30453 Hannover / 26506 Norden
Tel: +49 (0)511 3034-3322 sowie +49 (0)4931/ 947 -173
Fax: +49 (0)4931/947 - 222

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