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Genug Wasser unter dem Kiel für die „Norwegian Pearl“

Luxusliner wird am Wochenende mit Hilfe des Ems-Sperrwerks überführt


Der Luxusliner "Norwegian Pearl" wird am Sonntag Mittag durch das Ems-Sperrwerk bei Gandersum gleiten. Der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) wird am Wochenende wie immer dafür sorgen, dass das knapp 300 Meter lange Schiff genug Wasser unter dem Kiel hat.

So sieht der aktuelle Zeitplan aus: Die Experten beim NLWKN haben die Überführung so geplant, dass das Schiff das Sperrwerk am Sonntag beim höchsten Wasserstand passieren kann - das wird gegen Mittag sein. Um 11 Uhr am Samstag geht es los – dann werden die Tore des Sperrwerks geschlossen. Der Luxusdampfer startet in Papenburg und macht sich am Sonntag frühestens um 22 Uhr auf die 30 Kilometer lange Reise nach Oldersum und wird etwa fünf Stunden später die Jann-Berghaus-Brücke in Leer erreicht haben. Am Sonntag Vormittag - nach insgesamt achtstündiger Reise - wird die "Norwegian Pearl" die Schiffsliegestelle Oldersum erreichen und sich dort auf Position halten. Nachdem die Sperrwerkstore geöffnet wurden und sich Wassergleichstand eingestellt hat, wird das Schiff durch das Sperrwerk gleiten. Der NLWKN weist darauf hin, dass sich der Zeitplan noch ändern kann. Aktuelle Informationen gibt es unter www.nlwkn.de.

Es ist inzwischen die elfte Überführung eines Schiffes: Mit Hilfe des Ems-Sperrwerks wird die Ems zwischen Papenburg und Gandersum am Wochenende aufgestaut und so der für die Überführung notwendige Wasserstand hergestellt. "Wir brauchen etwa 1,10 Meter über dem mittleren Tidehochwasser in Gandersum – das entspricht NN +2,70 Meter, um das Schiff sicher flussabwärts zu bringen", sagt Reinhard Backer vom NLWKN als Leiter des Einsatzstabes. Dieser Wasserstand ist im Übrigen nichts Ungewöhnliches; auch bei der Überführung der "Pride of Hawaii" im März wurden diese Werte erreicht.

Der NLWKN betreibt das Sperrwerk - die Vorbereitungen für die Überführung des Luxusliners "Norwegian Pearl" laufen hier seit Tagen auf Hochtouren. Dazu gehören die Beobachtung der Gewässergüte in der Ems ebenso wie das regelmäßige Abrufen der Wetterdaten und die Abstimmung mit den Entwässerungsverbänden, der Meyer-Werft und dem Wasser- und Schifffahrtsamt Emden. Es ist der zehnte Staufall, seitdem im November 2002 das erste Kreuzfahrtschiff überführt wurde.

Der auf der Meyer-Werft in Papenburg gebaute Luxusliner, der mit einer üppigen Außenhautbemalung in Form einer Perlenschnur versehen ist, hat eine Länge über alles von 294,13 Metern, eine Breite von 32,2 Metern und erreicht eine Geschwindigkeit von über 24 Knoten. An Bord können über 2400 Passagiere in 1197 Kabinen untergebracht werden. Die Anzahl der Besatzungsmitglieder liegt bei etwa 1100 Personen

Bisher zehn Schiffe mit Hilfe des Ems-Sperrwerks überführt:

Datum Schiffsname Länge Breite
3. November 2002 Norwegian Dawn 294 m 32 m
12. Juli 2003 Serenade of the Seas 293 m 32 m
8. Februar 2004 Pont Aven 185 m 31 m
4. April 2004 Jewel of the seas 293 m 32 m
16. Januar 2005 MS Eilbek 169 m 27 m
5. März 2005 MS Reinbek 169 m 27 m
29. April 2005 MS Flottbek 169 m 27 m
25./26. Juni 2005 MS Barmbek 169 m 27 m
25./26. Juni 2005 Norwegian Jewel 294 m 32 m
13. März 2006 Pride of Hawaii 294 m 32 m

Emssperrwerk

Emssperrwerk

Artikel-Informationen

erstellt am:
03.11.2006
zuletzt aktualisiert am:
27.04.2010

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