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Nutztierschäden

Übersicht über die gemeldeten Fälle von toten und verletzten Tieren in Niedersachsen, bei denen der Wolf als Verursacher gemäß „Richtlinie Wolf“ vom Wolfsbüro geprüft wurde.


Nutztierhalter wenden sich zur Schadensmeldung bitte an die Wolfsberaterin oder den Wolfsberater in Ihrer Region. Diese führen die Dokumentation durch und leiten sie an das Wolfsbüro weiter. Das Wolfsbüro prüft im Rahmen der amtlichen Feststellung die Verursacherschaft. Wird der Wolf als Verursacher festgestellt, können im Rahmen der Richtlinie Wolf Ausgleichszahlungen beantragt werden. Weitere Informationen zur Dokumentation von Nutztierrissen finden Sie hier.

Zur Vermeidung von Wolfsübergriffen sollten Tierhalter Herdenschutzmaßnahmen ergreifen. Das Land Niedersachsen erstattet 80 % der Materialkosten. Informationen dazu finden Sie hier.

Die Zahl der Schadensfälle entspricht nicht der Anzahl der betroffenen Tiere, da es sich pro Schadensfall um mehrere Tiere handeln kann.

Erläuterungen zu den Begrifflichkeiten "Schadensverursacher" und "Mindestschutz" finden Sie hier.

Zum Stand der Tabelle


2019


Lfd. Nr. Datum Landkreis konkrete Örtlichkeit Tierart Anzahl toter
bzw. später
eingeschläferter
Tiere
Schadens-
verursacher
*)
Bemerkungen Mindestschutz *)
gemäß Richtlinie Wolf
877
01.01.2019
LG
Amt Neuhaus
Schaf
1
in Bearbeitung
2 Schafe sind verletzt
nein
.
878 01.01.2019 CE Bargfeld Schaf 2 in Bearbeitung 2 Schafe sind verletzt, 1 Schaf ist verschollen
879 05.01.2019 LG Amt Neuhaus Schaf 2 in Bearbeitung nein
880 05.01.2019 DH Eydelstedt Schaf 2 in Bearbeitung nein
881 07.01.2019 LG Amt Neuhaus Schaf 1 in Bearbeitung
882 06.01.2019 CLP Friesoythe Schaf 2 in Bearbeitung nein
883 11.01.2019 CE Eschede Schaf 2 in Bearbeitung nein
884 14.01.2019 UE Eimke Schaf 1 in Bearbeitung nein
885 15.01.2019 H Dudensen Rind 1 in Bearbeitung 1 Jungrind ist tot nicht erforderlich
886 17.01.2019 H Wedemark Schaf 1 in Bearbeitung nein
887 16.01.2019 H Dudensen Rind 1 in Bearbeitung 1 Jungrind wurde verletzt und eingeschläfert nicht erforderlich










Lfd. Nr.
Datum Landkreis
konkrete Örtlichkeit Tierart
Anzahl toter
bzw. später
eingeschläferter
Tiere
Schadens-
verursacher
*)
Bemerkungen
Mindestschutz *)
gemäß Richtlinie Wolf

Stand der Tabelle: 18.01.2019

*) Erläuterungen zu Begrifflichkeiten

Schadensverursacher:

  • Wolf: Der Wolf ist als Verursacher eindeutig erwiesen oder mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen.

    Der Verursacher eines Nutztierschadens ist aufgrund von Nachweisen oder eindeutigen Hinweisen mit zumindest hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen. Als Erkenntnismittel dienen z. B. genetische Spuren, wie Speichelreste am Kadaver, in direkter Nähe gefundene Haar- oder Kotproben etc. Auch andere Hinweise, wie ein für Wölfe typisches Rissbild oder Fährten um den Rissort, werden in die Beurteilung einbezogen.

  • Wolf nicht nachweisbar: Der Wolf ist als Verursacher nicht nachweisbar und nicht wahrscheinlich als Verursacher anzunehmen. Es liegen in der Regel keinerlei Hinweise auf Beteiligung von Wölfen vor.

    Anhand der beim Nutztierschaden erhobenen Daten wurden keine Hinweise auf den Wolf als Verursacher gefunden. Der Wolf ist als Verursacher zwar nicht eindeutig auszuschließen, die Spurenlage weist aber eher auf einen anderen Verursacher (Haushund, Luchs, Fuchs etc.) oder eine andere Todesursache hin. Dies gilt z. B. wenn das Rissbild indifferent ist und eher nicht auf einen Wolf schließen lässt.

  • Kein Wolf: Der Wolf ist als Verursacher eindeutig oder mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen.

    Es liegen keinerlei Hinweise auf den Wolf als Verursacher vor. Dies gilt z. B., wenn mittels DNA-Analyse ein anderer Verursacher des Nutztierschadens festgestellt werden kann oder wenn sich das Rissbild von dem eines Wolfes deutlich unterscheidet (Haushund, Luchs, Fuchs etc.). In vielen Fällen liegt auch eine andere Todesursache (Krankheit, Totgeburt etc.) vor, mögliche Fraßverletzungen wurden dem bereits toten Tier zugefügt.


Mindestschutz:

  • Billigkeitsleistungen im Rahmen der Richtlinie Wolf werden nur für Schafe, Ziegen, Gatterwild, Rinder, Pferde, Hütehunde sowie Herdenschutztiere gewährleistet.
  • Voraussetzung für Schafe, Ziegen und Gatterwild ist (seit dem 6. Juni 2018 in ganz Niedersachsen) ein besonderer wolfsabweisender Grundschutz.
  • Für Pferde und Rinder werden Billigkeitsleistungen grundsätzlich ohne Anforderungen an einen besonderen wolfsabweisenden Grundschutz gewährt. Die Tierbestände sind jedoch entsprechend der Vorgaben der guten fachlichen Praxis zu halten und die daraus resultierenden Mindeststandards zur Einzäunung von Tieren umzusetzen.
  • Ausnahme: Wenn rechtliche Vorschriften die Errichtung des Grundschutzes nicht zulassen (z. B. im Deichbereich, an Wasserstraßen), können Billigkeitsleistungen unabhängig vom wolfsabweisenden Grundschutz gewährt werden.
  • Weitere Informationen finden Sie hier.


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