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NLWKN misst Radon in ganz Niedersachsen – im Boden, in der Luft und in Innenräumen

So kommt die Sendung bei den Teilnehmern der Messkampagne an – zwei bis drei Exposimeter, zusammen mit einer Anleitung zur Aufstellung, einem Messprotokoll und einem Fragebogen. Dann kann die Messung starten! (Foto: NLWKN)   Bildrechte: NLWKN
So kommt die Sendung bei den Teilnehmern der Messkampagne an – zwei bis drei Exposimeter, zusammen mit einer Anleitung zur Aufstellung, einem Messprotokoll und einem Fragebogen. Dann kann die Messung starten! (Foto: NLWKN)

Von Cindy Liebetruth und Dr. Kirsten Rupprecht

Radon kommt als natürliches radioaktives Edelgas überall vor. Menschen können es allerdings weder riechen noch sehen. Es entsteht durch den radioaktiven Zerfall von Uran im Erdboden und ist für den größten Teil der natürlichen Strahlenbelastung der Bevölkerung verantwortlich. Über undichte Stellen oder auch durch Leitungen kann es in Gebäude gelangen, sich dort anreichern und zu einem steigenden Lungenkrebsrisiko führen. Dabei sind insbesondere Raucher gefährdet. Das aktuelle Strahlenschutzrecht sieht umfangreiche Regelungen zum Schutz vor Radon vor. Dazu gehört unter anderem ein Referenzwert von maximal 300 Bq/m³ (Becquerel pro Kubikmeter) für Innenräume.

Bis Ende 2020 sollen alle Bundesländer die Gebiete ausweisen, für die erhöhte Radonkonzentrationen erwartet werden. Je nach geologischem Untergrund können sich die örtlichen Radonkonzentrationen im Boden regional stark unterscheiden. Mit umfangreichen Radonmessungen in der Bodenluft trägt der NLWKN dazu bei, die Datenbasis für Niedersachsen und damit die Prognose für möglicherweise stärker gefährdete Gebiete zu verfeinern.

Zusätzlich rief der NLWKN verschiedene Radon-Messprogramme für Innenräume ins Leben, von denen die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen direkt profitierten. Neben zahlreichen Behörden wurden auch private Haushalte aufgefordert, sich für eine Messung in ihren Räumlichkeiten zu bewerben. Die Anmeldung für das Messprogramm lief über die Website des NLWKN. Mit über 1.100 teilnehmenden Haushalten war diese Kampagne ein voller Erfolg und soll daher im Herbst 2020 wiederholt werden (Anmeldungen unter www.nlwkn.niedersachsen.de/radonmessung sind ab sofort möglich!).

Weitere Informationen wie Maßnahmen zum Schutz vor Radon sind unter www.nlwkn.niedersachsen.de/radon zu finden.

Radon-Beratungsstelle für ganz Niedersachsen eingerichtet

Darüber hinaus bietet der NLWKN mit der Radonberatungsstelle eine Anlaufstelle für interessierte Personen, die Unterstützung bei dem Schutz vor Radon durch unabhängige und wissenschaftlich fundierte Informationen in Niedersachsen suchen.

Bei der Radon-Bodenluftmessung ist viel Kraft gefragt. Die an das Messgerät gekoppelte Messsonde muss einen Meter tief in den Boden eingebracht werden. Besonders geeignet sind gut durchlässige Böden, ohne Kies oder Staunässe. (Foto: NLWKN)   Bildrechte: NLWKN
Bei der Radon-Bodenluftmessung ist viel Kraft gefragt. Die an das Messgerät gekoppelte Messsonde muss einen Meter tief in den Boden eingebracht werden. Besonders geeignet sind gut durchlässige Böden, ohne Kies oder Staunässe. (Foto: NLWKN)
Für die Radonmessung in Innenräumen stehen verschiedene Messgeräte zur Verfügung. Sie können für unterschiedliche Messzeiträume (von zwei Wochen bis zu einem Jahr) eingesetzt werden. (Foto: NLWKN)   Bildrechte: NLWKN
Für die Radonmessung in Innenräumen stehen verschiedene Messgeräte zur Verfügung. Sie können für unterschiedliche Messzeiträume (von zwei Wochen bis zu einem Jahr) eingesetzt werden. (Foto: NLWKN)

Kontakt zur Radon-Beratungsstelle im NLWKN

Tel: 05121/509-313 oder per eMail: radon@nlwkn-hi.niedersachsen.de

Artikel-Informationen

erstellt am:
26.08.2020
zuletzt aktualisiert am:
11.09.2020

Ansprechpartner/in:
Pressestelle NLWKN

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Am Sportplatz 23
D-26506 Norden

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