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Rückblick auf die Sturmfluten von November 2006 bis März 2008
PDF, 16 KB
Katastrophen-Sturmfluten seit 1164
PDF, 27 KB
Wie sicher sind Deutschlands Deiche? Artikel aus dem P.M. Magazin (12/2005)
PDF, 41 KB
Weitere Infos zum Thema Küstenschutz gibt es hier:
 
www.wasserverbandstag.de
Küstenschutz in Niedersachsen: Sicherheit für die Menschen
Küstenschutz: Schwerpunkte liegen jetzt an der Jade und der Weser

Niedersachsen nimmt die möglichen Folgen des Klimawandels ernst: Niedersachsens Deiche werden ab 2008 um 25 Zentimeter höher gebaut als bisher. Der "Klimazuschlag" beträgt damit jetzt einen halben Meter, denn 25 Zentimeter hatte der NLWKN angesichts des steigenden Meeresspiegels bisher ohnehin schon eingeplant. Erstmalig wird der NLWKN den erhöhten Zuschlag bei der Erhöhung der Deiche an der Ems umsetzen.

Küstenschutz ist eine Daueraufgabe – schließlich ist das Land Niedersachsen auf rund 14 Prozent seiner Fläche durch Sturmfluten gefährdet. Küstenschutz sichert Leben und Wirtschaften der Bevölkerung und damit die Entwicklung des Landes.

Mit dem Anfang 2007 vorgelegten Generalplan Küstenschutz für das Festland hat der NLWKN den Bedarf für die Erhöhung und Verstärkung der niedersächsischen Hauptdeichlinie verdeutlicht: 125 Kilometer haben Unterbestick: Sie müssen also erhöht und verstärkt werden. Zukünftig wird die Sicherheitsreserve mit eingebaut.

Zukünftig wird die Überprüfung der Deichhöhen alle fünf Jahre erfolgen, um überall in Niedersachsen die gleiche Sicherheit vor Sturmfluten gewährleisten zu können.

Das Land Niedersachsen stellt 2009 erstmalig mehr als 73 Millionen Euro für den Küstenschutz zur Verfügung. Den Löwenanteil mit 50 Millionen Euro erhalten die Hauptdeichverbände. Der Schwerpunkt der Verbandsmaßnahmen liegt für die kommenden Jahre am Jadebusen und an der Unterweser. Das wird deutlich bei den Zuwendungsempfängern: Etwa ein Drittel der Verbandsmittel bekommt der II. Oldenburgische Deichband; der Deichverband Osterstader Marsch soll etwa 6,5 Millionen Euro erhalten. Die Verstärkung des Hauptdeichs am Elisabethgroden im Wangerland durch den III. Oldenburgischen Deichband wird in 2009 mit 3,3 Millionen Euro weiter vorangetrieben. Für die 2009 beginnende Nacherhöhung der Deiche unterhalb des Emssperrwerkes bis zur Knock werden insgesamt 3,7 Millionen Euro bereit gestellt.

Große Fortschritte im Küstenschutz hat es vor allem deshalb gegeben, weil das Land Niedersachsen kontinuierlich seit 1955 umgerechnet mehr als zwei Milliarden Euro in den Küstenschutz investiert hat.  Inzwischen sind die höchsten Deiche bis zu neun Meter hoch. Die Sturmflut vom 1. November 2006, die der Küste und den Inseln höhere Wasserstände bescherte als die Sturmflut von 1962 und 1976, hat gezeigt, dass unsere Deiche gegen die Fluten gut gerüstet sind.

 1143 Kilometer Deiche an den Küsten, an den tidebeeinflussten Flussmündungen und auf den Inseln – nicht umsonst hat der Küstenschutz für Niedersachsen einen hohen Stellenwert.

Der NLWKN ist niedersachsenweit verantwortlich für Planung und Bau der landeseigenen Anlagen im Insel- und Küstenschutz. Auf Anfrage und nach Abschluss von Verträgen plant und leitet der Landesbetrieb auch die Küstenschutzprojekte von Wasser- und Bodenverbänden. Die Vertreter der 22 Hauptdeichverbände (Körperschaften öffentlichen Rechts) schätzen den NLWKN als fairen und kompetenten Partner.

Niedersachsen ist übrigens das einzige Bundesland mit einem eigenständigen Deichgesetz. In Niedersachsen besteht eine gemeinsame Verantwortung für die Deicherhaltung aller im Schutz der Deiche lebenden Grundstückseigentümer. Diese sind in Deichverbänden zusammengeschlossen. Deichverbände sind Körperschaften öffentlichen Rechts. Das Deichwesen ist damit eine Selbstverwaltungsaufgabe der Verbände.

Der NLWKN betreibt einen zuverlässigen Sturmflut- und Hochwasserwarndienst: Die Wasserstände an Binnen- und Küstengewässern werden ständig überwacht, um die betroffenen Kommunen und Institutionen im Ernstfall schnell und umfassend informieren zu können.

Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zum Küstenschutz finden Sie hier!

Aktuelle Infos finden Sie im Jahresbericht 2008 des NLWKN.

In der Info-Spalte finden Sie außerdem eine Auflistung der Katastrophen-Sturmfluten seit 1164 sowie zwei Auszüge aus dem Jahresbericht 2006. Dazu einen  Artikel aus dem Magazin P.M. zum Thema Küstenschutz (Weitere Infos zum Magazin P.M. unter www.pm-Magazin.de).

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