Die Landkreise Stade, Cuxhaven, der Altkreis Bremervörde (heute Teil des Landkreises Rotenburg/ Wümme) und die Stadt Cuxhaven sind das Einsatzgebiet der Betriebsstelle Stade. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - darunter jährlich bis zu neun Auszubildende der Berufe Fachinformatik, Bauzeichnen und Wasserbauer - betreuen insgesamt 219 Kilometer landeseigener Gewässer und acht Außentiefs.
Die dazugehörigen landeseigenen Anlagen liegen schwerpunktmäßig an der Küste und den wichtigsten Fließgewässern der Region, der Elbe, der Weser und dem Schifffahrtsweg Elbe-Weser. 65 Kilometer Haupt- und Kanaldeiche, Deckwerke, Lahnungen und Deichvorland zwischen Spieka-Neufeld und Cuxhaven-Groden, eine Wehranlage, drei Schleusen (z.B. Kanalschleuse Otterndorf) und 15 Brücken werden ebenso unterhalten und betrieben wie sechs der insgesamt neun Sturmflutsperrwerke in der Elbe (Sperrwerke Wischhafen, Abbenfleth, Schwinge, Lühe, Ruthenstrom und Freiburg).
Im Rahmen des Gewässerüberwachungssystems Niedersachsen (GÜN) deckt die Betriebsstelle Stade den gesamten Wasserkreislauf im Elbe-Weser-Dreieck ab: Niederschläge, Gewässer und Grundwasser. Im Mittelpunkt stehen die Güteuntersuchungen an der Elbe im Rahmen der "Arbeitsgemeinschaft der Länder zur Reinhaltung der Elbe" (ARGE Elbe).
Diese Arbeiten stehen künftig vermehrt im Zeichen der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL), die bis 2015 einen guten ökologischen Zustand der Gewässer bei gleichzeitigem Schutz der Bevölkerung vor Überschwemmungen vorgibt.
Von der Betriebsstelle wird die an der Elbe ansässige Großindustrie der Firmen DOW Deutschland, Hydro Aluminium, Aluminium Oxid Stade und der Rückbau des Kernkraftwerkes Stade in wasserwirtschaftlichen Fragestellungen betreut
Bei Warnungen vor Sturmfluten berechnet die Betriebsstelle die zu erwartenden Wasserstände an der Elbe. Informationen zum Sturmflutwarndienst und interessante Texte zum Thema Sturmfluten finden Sie hier!
Auf Grund der Küstenlage stehen Deich- und Hochwasser- bzw. Sturmflutschutzmaßnahmen bei den Planungs- und Bauleistungen der Betriebsstelle im Mittelpunkt. 170 Kilometer Hauptdeiche an der Nordsee, Elbe und Weser sowie 183 Kilometer Schutzdeiche an den Elbnebenflüssen werden bei Bedarf im Auftrag eines der acht Deichverbände erneuert, erhöht und verstärkt.
Hinzu kommen Planung und Bau wasserbaulicher Anlagen wie z.B Siele, Schöpf- und Sperrwerke.
Ferner ist die Betriebsstelle Stade Standort für die Einvernehmensbehörde in Niedersachsen für Bauvorhaben an Weser und Elbe.
Darüber hinaus setzt die Betriebsstelle einen weiteren Schwerpunkt auf die Renaturierung von Gewässern.
Leiter der Betriebsstelle Stade ist Heinrich Pudimat.
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