NLWKN klar

Verfahren zum Naturschutzgebiet Tideweser läuft an

Derzeit Vorabbeteiligung/ Im August öffentliche Auslegung der Unterlagen/ Pressemitteilung vom 19. Juni 2017


Oldenburg - Die Tideweser zwischen Lemwerder und der Nordsee ist ein vielgenutzter Verkehrs- und Wirtschaftsraum. Gleichzeitig bildet der Unterlauf des Stromes einen wertvollen Biotopkomplex für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten. Der ökologische Wert der Region zeigt sich schon daran, dass weite Flächen nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie als europäische Schutzgebiete gemeldet wurden. „Die Mitgliedsstaaten der Union sind verpflichtet, diese Gebiete unter nationalen Schutz zu stellen, weshalb Niedersachsen sich entschlossen hat, die Tideweser als Naturschutzgebiet auszuweisen", erläutern Hans-Jürgen Zietz und Gertrud Heuer vom zuständigen NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) in Oldenburg.

Das vorgesehene Naturschutzgebiet (NSG) beginnt im Süden an der Mündung der Lesum bei Lemwerder und erstreckt sich mit Unterbrechungen flussabwärts bis in die Nordsee hinein. Dort grenzt das geplante NSG direkt an den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. „Zum weit überwiegenden Teil liegen die Schutzgebietsflächen außendeichs, so dass der Deich und sein Bestick nicht Bestandteil des NSG sind. An das Land Bremen grenzende Bereiche des NSG enden auf der überwiegend in der Weser verlaufenden Landesgrenze zum Stadtstaat", ergänzt Heuer. Bereits bestehende Schutzgebiete, die in dem neuen NSG aufgehen, sind zum Beispiel die NSG „Neuenlander Außendeich" oder „Rechter Nebenarm der Weser". Wertgebende Lebensraumtypen sind neben dem Ästuar - dem Mündungsbereich des Flusses - auch Auenwälder, vegetationsfreie Schlick-, Sand- und Mischwattflächen, feuchte Hochstaudenfluren oder naturnahe Stillgewässer mit Tierarten wie der Finte, dem Flussneunauge, der Teichfledermaus oder dem Fischotter.

Derzeit läuft die Vorabbeteiligung von zahlreichen regionalen Institutionen. Hierzu gehören u.a. Kommunen, Deichverbände, Schifffahrts- und Naturschutzvertreter. Voraussichtlich Anfang August beginnt dann das formale öffentliche Verfahren mit der Auslegung der Planunterlagen. Interessierte können sich im Internet bereits jetzt informieren.

Presseinformation
Artikel-Informationen

19.06.2017

Ansprechpartner/in:
Achim Stolz

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