Pauschalangebot für ostfriesische Wasserwege trotzt Herausforderungen
Wassersport: Auch 2026 wird es wieder einen „Bootspass Ostfriesland“ geben // Verkaufsstart am 2. April
Aurich/Emden/Leer. Flaute erfolgreich abgewendet – so lautet die Botschaft der Organisatoren hinter dem „Bootspass Ostfriesland“ zum Start der neuen Wassersportsaison. Denn inzwischen steht fest: Auch 2026 wird es wieder eine Jahrespauschale für die Nutzung der Schleusen und Brücken entlang des Ems-Jade-Kanals (inkl. Verbindungsschleuse) und des Nordgeorgsfehnkanals geben. Möglich machen es verstärkte gemeinsame Anstrengungen regionaler Wassersportverbände, Touristiker und des Landes Niedersachsen als Kanalbetreiber. Vor seiner fünften Saison hatte das Pauschalangebot für Wassersportlerinnen und Wassersportler mit organisatorischen Herausforderungen und steigenden Betriebskosten zu kämpfen.
„Hinter den Partnern in der Region liegen arbeits- und gesprächsintensive Wochen. Umso mehr freut es mich, dass wir den eingeschlagenen, für Ostfriesland als Wassersport- und Tourismusstandort so wichtigen Weg auch 2026 gemeinsam fortsetzen können“, betont die Leiterin der Ostfriesland Tourismus GmbH (OTG), Imke Wemken. Der „Bootspass“ als Jahresvignette zur Nutzung der befahrbaren Wasserwege zwischen Ems und Jade war erstmals 2022 eingeführt worden. Das Angebot hat sich nach Ansicht der Projektpartner – neben der OTG und dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) beteiligen sich 2026 erneut das Team Wassersport Ostfriesland (TWO) und der Regionalverband Segeln Weser-Ems e.V. (RVS W-E) – bewährt.
Kostensteigerung am Kanal
Ein überregionaler Akteur, der Deutsche Motoryachtverband (DMYV), hatte sich dagegen im Winter aus dem Projekt in Ostfriesland zurückgezogen. Die hierdurch entstandene Lücke insbesondere bei der Finanzierung, Abrechnung und Logistik stellte die übrigen Projektpartner vor erhebliche Herausforderungen. Hinzu kamen zuletzt erneut deutlich gestiegene Kosten bei der Unterhaltung und dem energieintensiven Betrieb der Brücken und Schleusen entlang der Kanäle, die ihre Schiffbarkeit ermöglichen. „Unter diesen Umständen kommen wir bei aller Freude über die gelungene Neuauflage des Bootspasses an einer Anpassung der Kosten für die Jahresvignette leider nicht vorbei“, erklärt Axel Daubenspeck, Geschäftsbereichsleiter beim NLWKN in Aurich. Die Auricher Betriebsstelle des NLWKN ist für die Unterhaltung der landeseigenen Gewässer in der Region zuständig.
Im Ergebnis zahlen Wassersportlerinnen und Wassersportler ab 2026 einmalig 60,- statt bisher 40,- Euro pro Jahr, wenn sie die Schleusen und Brücken entlang der Kanäle im Rahmen der Betriebszeiten nutzen wollen. „Eine stärkere finanzielle Belastung für uns Bootjefahrer, die sich aber in den allermeisten Fällen gegenüber einer Einzelabrechnung pro Tour auch weiterhin sehr schnell lohnt“, kommentieren André Grünebast vom Team Wassersport Ostfriesland und Hans Hüser für den Regionalverband Segeln Weser-Ems. Beide Verbände bringen sich erneut umfassend in den Vertrieb ein.
Erhältlich ist die neue Vignette, die für die Schleusenwärter gut sichtbar an der Steuerbordseite des Führerstands befestigt werden muss, ab 2. April in den Tourist-Informationen in Emden, Aurich, Friedeburg, Leer und Wilhelmshaven sowie direkt über das TWO (Kontakt: André Grünebast, two-gruenebast@gmx.de) und den RVS W-E (Kontakt: hans.hueser@gmail.com). Die Tourist-Information in Aurich ist in diesem Jahr als Vertriebspartner neu mit an Bord. Beim Direktbezug über die beiden Verbände fallen zusätzlich vier Euro für den versicherten Postversand an.
Alternative Tageskarte
Wer nur sehr selten auf den Gewässern in Ostfriesland unterwegs ist, kann alternativ zum „Bootspass“ auch weiterhin einen ebenfalls angebotenen bedarfsorientierten Tarif nutzen. Und das künftig je nach persönlichem Nutzungsverhalten sogar zu günstigeren Konditionen als bisher: Der NLWKN ersetzt die Abrechnung je Schleusengang im Zuge einer Vereinheitlichung der Tarifordnungen an den verschiedenen landeseigenen Wasserstraßen durch eine Tagespauschale in Höhe von 10,- Euro. „Das kann sich zum Beispiel dann rechnen, wenn man den Kanal im Rahmen einer Saison nur einmalig oder teilweise durchfahren möchte“, erklärt Axel Daubenspeck.
Alle wissenswerten Informationen rund um den „Bootspass Ostfriesland“, die unterschiedlichen Bezugsmöglichkeiten und aktuelle Hinweise zur Nutzung der Kanäle in Ostfriesland finden Interessierte im Internet unter www.nlwkn.niedersachsen.de/Wassersport und www.ostfriesland.travel/urlaubsthemen/aktiv-zu-wasser/wasserwandern/boots-pass.
Artikel-Informationen
erstellt am:
27.03.2026
Ansprechpartner/in:
NLWKN Pressestelle
Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
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30453 Hannover / 26506 Norden
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