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Fünf Frauen aus dem NLWKN, die Niedersachsens Zukunft mitgestalten

99 Kolleginnen kümmern sich um Bauprojekte im Küsten- und Hochwasserschutz. Fünf von ihnen stellen wir hier vor


Das Bild zeigt fünf Frauen aus dem dem Bereich Planung und Bau im NLWKN. Von oben links im Uhrzeigersinn: Edda Held, Susanne Ewert, Rena Lührsen, Petra Hentschel und Johanna Franz.   Bildrechte: Carsten Lippe / NLWKN
Fünf Frauen aus dem dem Bereich Planung und Bau im NLWKN. Von oben links im Uhrzeigersinn: Edda Held, Susanne Ewert, Rena Lührsen, Petra Hentschel und Johanna Franz.

Norden/Hannover. Küsten-- und Hochwasserschutz sind, wie der Name verdeutlicht, Daueraufgaben im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Immer mehr Frauen übernehmen in diesem Bereich wichtige Rollen. Sie kümmern sich beispielsweise darum, dass neue Deiche in Niedersachsen geplant und gebaut sowie bestehende Deiche erhöht und verstärkt werden. Mit ihrer Arbeit verbessern sie den regionalen Hochwasserschutz und betreiben Daseinsvorsorge für alles, was sich hinter dem Deich abspielt: Mensch, Natur und Wirtschaft. Auf diese Weise gestalten sie die Zukunft Niedersachsens aktiv mit.

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2026 stellen wir nachfolgend fünf Kolleginnen aus unserem Geschäftsbereich „Planung und Bau“ (kurz GB2) vor. Sie stehen exemplarisch für insgesamt 99 Frauen (Stand Januar 2026), die in diesem Geschäftsbereich arbeiten und dort wichtige Aufgaben übernehmen. Der Frauenanteil im GB2 liegt bei rund 52 Prozent – und damit höher als im gesamten NLWKN (rund 43 Prozent). Auch in Führungspositionen sind Frauen hier stark vertreten.

„Wir sind sehr froh und stolz, dass insgesamt fast 700 Frauen im NLWKN arbeiten und vielfältige Aufgaben übernehmen. Fast 100 Frauen arbeiten alleine im GB2. In diesem Geschäftsbereich lässt sich eine sehr erfreuliche Tendenz beobachten. Wir hoffen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt“, betont Sabrina Lorenz, Verwaltungschefin im NLWKN.


Rena Lührsen (Betriebsstelle Brake-Oldenburg): Die studierte Bauingenieurin leitet den GB2 in der NLWKN-Betriebsstelle Brake-Oldenburg. Mit ihrem Team kümmert sie sich um Projekte in einem weitläufigen Zuständigkeitsbereich, der vom südlichen Oldenburger Land, hin zur Weser und bis nach Friesland reicht. Neben der zukunftsfähigen Gestaltung der Fließgewässer steht sie dort vor der Herausforderung, viele Kilometer Deiche und zugehörige Bauwerke an die Herausforderungen des Klimawandels und des steigenden Meeresspiegels anzupassen. Dazu ist viel Fläche und Material nötig. Wichtig ist dabei auch, die Ansprüche des Küstenschutzes in die vielfältigen Nutzungsansprüche von touristisch und naturschutzfachlich, wie auch landwirtschaftlich hoch wertvollen Bereichen zu integrieren. „Ich bin zum NLWKN gekommen, weil mich der Deichbau seit meiner Kindheit fasziniert und ich gerne zum Schutz der Menschen und Lebensräume in meiner Region beitragen möchte“, erläutert Rena Lührsen die Motivation für ihre Arbeit beim NLWKN.


Johanna Franz (Betriebsstelle Sulingen): Seit 2022 ist Johanna Franz beim NLWKN. Dort betreut sie unter anderem das EU‑LIFE+‑Projekt „Hannoversche Moorgeest“ sowie das EU‑LIFE‑Projekt „RePeat“. Als Bauingenieurin kombiniert sie technisches Know-how mit Begeisterung für den Naturschutz. Beim Projekt „Hannoversche Moorgeest“ läuft aktuell die Umsetzungsphase. Dort werden alte Entwässerungsgräben geschlossen und Verwallungen gebaut, um das Wasser im Gebiet zu halten und damit so neue, großflächige Moorlebensräume entstehen. „Es ist faszinierend zu sehen, wie aus Planung und Konzept nach und nach wieder eine lebendige Moorlandschaft wird. Meine Aufgaben reichen von der Planung und Bauüberwachung bis zur Koordination der Fachfirmen vor Ort. Dabei ist kein Tag wie der andere – immer wieder gilt es, Abläufe abzustimmen, kreative Lösungen zu finden und flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren“, beschreibt sie die Vorzüge ihres Jobs.


Edda Held (Betriebsstelle Aurich): Fast 20 Jahre arbeitet Edda Held bereits für den NLWKN. 2008 begann sie erst eine Ausbildung zur Bauzeichnerin, im Anschluss absolvierte sie ein duales Studium. Seit zehn Jahren ist sie nun als Bauingenieurin tätig und kümmert sich mit ihren Auricher Kolleginnen und Kollegen um den Hochwasser- und Küstenschutz im nördlichen Ostfriesland. Sie ist insbesondere als Projektleiterin für die Sielacht Wittmund und die Deich- und Sielacht Harlingerland im Einsatz. Außerdem betreut die Ostfriesin die Hafenzweckverbände Neuharlingersiel und Neßmersiel in verschiedenen Projekten. „Von den Planungsphasen bis hin zur Ausschreibung und der späteren Bauleitung sind die Aufgaben sehr vielfältig. Vor allem machen mir die Flexibilität, Eigenständigkeit und der Kontakt auf den Baustellen Spaß. In diesem Jahr steht der Umbau der Schleuse Harlesiel an. Das Bauwerk muss an den Küstenschutz angepasst werden“, blickt Edda Held auf anstehende Aufgaben voraus.


Susanne Ewert (Betriebsstelle Verden): Knapp zehn Jahre ist Susanne Ewert beim NLWKN. Zunächst als Praktikantin gestartet, seit Mai 2017 fest im GB 2 in Verden tätig. Seit Oktober 2025 leitet sie das Team vor Ort und kümmert sich um verschiedene Projekte im Bereich Küsten- und Hochwasserschutz. Die Projektbearbeitung beinhaltet alle Leistungsphasen – von der Aufstellung von Entwurfs- und Genehmigungsplanungen, über Ausschreibungen und Vergabeverfahren bis hin zur örtlichen Bauüberwachung. Eine aktuelle Baumaßprojekt in ihrem Zuständigkeitsbereich befindet sich beispielsweise in Ahnebergen (Landkreis Verden). Dort werden insgesamt 1,7 Kilometer Allerdeich verstärkt und Deichverteidigungsweg erneuert. „Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Kein Projekt gleicht dem anderen. Die Themen wie Hochwasserschutz und Küstenschutz haben eine große Bedeutung. Daran mitzuwirken und zu sehen wie Maßnahmen umgesetzt werden und damit die Bevölkerung in Niedersachsen geschützt werden, erfüllt einen mit Stolz“, fasst Susanne Ewert die Vorteile ihres Berufs zusammen.


Petra Hentschel (NLWKN Direktion): Sie hat Bauingenieurwesen in Hannover studiert und blickt auf eine vielfältige berufliche Laufbahn zurück. Bereits seit 2000 ist sie für den NLWKN (und die damalige Vorgängerbehörde NLWK) tätig. Zwischenzeitlich war sie an das Niedersächsische Umweltministerium abgeordnet und dort mit der Umsetzung der Hochwasserrisikomanagement betraut. Aktuell hat sie eine besondere Rolle im NLWKN inne, denn sie arbeitet überregional. Sie koordiniert bei betriebsstellenübergreifenden Aufgaben und steht den Geschäftsbereichsleiterinnen und -leitern beispielsweise bei Fragen zum Budget oder zur Personalentwicklung zur Verfügung. Gleichzeitig fungiert sie aber auch als fachliche Ansprechpartnerin für alle Fragen in den Themenfeldern Küstenschutz und Fließgewässerentwicklung – nicht nur intern im Landesbetrieb, sondern auch gegenüber dem Umweltministerium. „Ich möchte die Kolleginnen und Kollegen in den Betriebsstellen bestmöglich unterstützen, damit diese ihre Projekte so störungsfrei wie möglich umsetzen können“, erklärt Petra Hentschel.

Artikel-Informationen

erstellt am:
04.03.2026

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