35 Jahre Einsatz für die Wasserwirtschaft: Ute Schlautmann geht in den Ruhestand
Die Leiterin der NLWKN-Betriebsstelle Brake-Oldenburg hat viele Großprojekte begleitet und sich für den Meeresschutz eingesetzt.
Brake/Oldenburg. Mittendrin statt nur dabei: Dieses Motto traf für Ute Schlautmann vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in den vergangenen Jahrzehnten in vielerlei Hinsicht zu. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen von der NLWKN-Betriebsstelle Brake-Oldenburg war sie maßgeblich daran beteiligt, verschiedene Großprojekte in Niedersachsen umzusetzen. Dazu zählen beispielsweise der erste deutsche LNG-Terminal in Wilhelmshaven oder der JadeWeserPort. Nach fast 35 Dienstjahren im Einsatz für die Wasserwirtschaft des Landes Niedersachsen, davon rund 20 Jahre beim NLWKN und rund 17 Jahre als Leiterin der Betriebsstelle Brake-Oldenburg, verabschiedet sich die erfahrende Bauingenieurin nun in den Ruhestand.
„Projektarbeit mit herausfordernden, aber auch realistischen Zielen empfand ich in meiner beruflichen Laufbahn immer als Bereicherung. Die Entwicklung des JadeWeserPorts und der erste LNG-Terminal in Wilhelmshaven sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Diese Projekte waren besonders ambitioniert terminiert und standen im politischen Fokus“, erklärt Ute Schlautmann zu ihrem Abschied. Die jüngeren Großprojekte in neuer „Deutschlandgeschwindigkeit“ haben einerseits für ein erhöhtes Arbeitsaufkommen gesorgt, andererseits aber auch die Kolleginnen und Kollegen in der Betriebsstelle Brake-Oldenburg motiviert und als Gruppe zusammengeschweißt. „Die Arbeit in Teams hat mir Spaß gemacht, da alle sich einem gemeinsamen Ziel und dem Erfolg verpflichtet fühlten. Hierbei war es mir immer ganz wichtig, bei dem wirtschaftlich Erforderlichen immer das ökologisch Verträgliche im Blick zu behalten“, betont Ute Schlautmann. Sie hatte Bauingenieurwesen an der Universität Hannover studiert - mit der Vertiefungsrichtung Wasserwirtschaft und Baubetrieb. Im Fokus ihrer Arbeit für den NLWKN stand auch, den Bezug zur Natur zu wahren. „Der Schutz vor dem Meer sowie der Schutz des Meeres sind besondere Anliegen der Betriebsstelle und für uns das zentrale Thema.“
NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer dankte der langjährigen Führungskraft für den unermüdlichen Einsatz für die Niedersächsische Wasserwirtschaft. Bei der Verabschiedung überreichte sie auch Dankesworte sowie eine Urkunde von Umweltminister Christian Meyer. „Wir können an dieser Stelle gar nicht alles auflisten, was Ute Schlautmann in fast 35 Jahren für die niedersächsische Wasserwirtschaft und in den letzten Jahren insbesondere auch für den Meeresschutz geleistet hat. Ich denke gern an unsere gemeinsamen Jahre zurück, auch wenn die Lage nicht immer einfach war, wenn ich beispielsweise an die Deutschlandgeschwindigkeit im Zuge der Einrichtung des LNG-Terminals zurückdenke. In diesen turbulenten Zeiten konnte sich der NLWKN stets auf die fachliche Expertise und Erfahrungen in der Region von Ute Schlautmann verlassen. Im Namen des gesamten NLWKN danke ich ihr für ihren jahrelangen Einsatz sowie ihre Treue und wünsche alles Gute im wohlverdienten Ruhestand“, erklärte NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer.
Diesen Dank gab Ute Schlautmann gern zurück, speziell mit Blick auf das entgegengebrachte Vertrauen seitens der Direktion in Norden für die Arbeit in der Betriebsstelle Brake-Oldenburg. Denn vor allem in der Anfangsphase des heutigen NLWKN galt es im Bereich Wasserwirtschaft verschiedene Standorte und Behördenphilosophien unter einen Hut zu bekommen. „Besonders geschätzt habe ich die Freiheit, auch bei strukturellen Entscheidungen. Ganz wichtig war hierbei die Rückendeckung durch Direktorin Anne Rickmeyer bzw. ihrem Vorgänger, Direktor Siegfried Popp. Heute steht der Geschäftsbereich Wasserwirtschaft gut geordnet an den Standorten Brake, Oldenburg und Norden da. Die Kolleginnen und Kollegen freuen sich auch schon auf den neuen Standort in Norddeich“, so Ute Schlautmann.
Richtiger Zeitpunkt für einen Generationenwechsel
Sie fühle sich immer sehr geehrt, wenn jüngere Kolleginnen und Kollegen sie nach ihrem fachlichen Rat fragen und ihre Unterstützung gern angenommen wird. Ein besonderes Anliegen war für sie auch, sich bei Ausbildung neuer Referendarinnen und Referendare zu engagieren. Rund 20 Jahre lang war sie hier als Prüferin tätig und leitete langjährig den Länderausschuss im Oberprüfungsamt in Bonn.
Doch nun sei der passende Zeitpunkt, sich zurückzuziehen und sich privaten Aufgaben zu widmen. „Auch wenn ich einige Themen in der Betriebsstelle, wie zum Beispiel das Laborkonzept, noch gern weiter begleitet hätte, ist ein Generationenwechsel jetzt genau richtig. Fast 35 Jahre in der Wasserwirtschaft des Landes Niedersachsen sind schon eine lange Zeit, die mir aber rückblickend gar nicht so lang vorgekommen ist. Meine Aufgaben waren oft anspruchsvoll, aber nie langweilig. Ich durfte beruflich viele Menschen kennenlernen und fand den fachlichen Austausch anregend und bereichernd. Dafür bin ich dankbar“, schaut Ute Schlautmann zurück und blickt gleichzeitig voraus: „Ich persönlich habe keine Sorge, dass mir langweilig wird, denn bereits jetzt bin ich sozial engagiert. Ich freue mich darauf, in diesem Bereich mehr machen zu können. Und vor allem ohne Zeitdruck.“
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erstellt am:
15.04.2026
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