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Naturschutzgebiet "Westufer Steinhuder Meer"

Kennzeichen: NSG HA 060


Das Gebiet liegt am Westufer des Steinhuder Meeres und umfasst sowohl Landanteile, Ufer- bzw. Übergangsflächen als auch offene Wasserflächen des Steinhuder Meeres. Hier hat sich ein Mosaik unterschiedlicher, teils großflächiger und weitgehend ungestörter Nass- und Feuchtlebensräume herausgebildet.

Der nördliche Bereich des Schutzgebietes, der so genannte „Meerbruch“, ist von zahlreichen kleineren und größeren Stillgewässern geprägt. Besonders hervorzuheben ist das so genannte „Vogelbiotop“. Mit dem Steinhuder Meerbach durchfließt ein natürlich mäandrierendes Fließgewässer das Gebiet. Zwischen den zahlreichen Wasserflächen findet sich ein vielfältiges Mosaik aus Feuchtlebensräumen, das neben nassen Grünlandbeständen auch Hochstaudenfluren sowie großflächige Seggensümpfe und Röhrichtbestände umfasst.

Angrenzend an die Wasserfläche des Steinhuder Meeres befindet sich ein Saum aus von Weiden und Erlen dominierten Bruchwäldern, der zum offenen Steinhuder Meer hin in eine schlammige Verlandungszone übergeht.

Der Meerbruch geht südlich in das so genannte „Hagenburger Moor“ über. Im zentralen Bereich findet sich noch ein kleinflächiges Vorkommen naturnaher Hochmoore, das in sekundäre Moorwälder übergeht. In Richtung der offenen Wasserflächen des Steinhuder Meeres gehen die Gehölzbestände in von Erlen und Birken dominierte Bruchwälder und Weiden-Sumpfgebüsche über. An diese schließt sich wiederum eine Verlandungszone zur offenen Wasserfläche des Steinhuder Meeres an.

Östlich des Hagenburger Kanals bilden die Röhricht- und Grünlandbereiche der sogenannten „Moorwiesen“ den östlichen Abschluss des Schutzgebietes. Der nördliche Rand des Bereichs ist durch einen Saum aus Bruchwäldern geprägt. Südlich daran schließen sich nasse Röhricht- und Großseggenbestände an, die in überwiegend nasse bis feuchte Grünlandbereiche übergehen. In die Moorwiesen sind auch vereinzelte Kleingewässer sowie landschaftsstrukturierende Gehölzgruppen eingestreut.

Das NSG dient zahlreichen an Feucht- bzw. Wasserlebensräume gebundenen Vogelarten als Brut- und Rastgebiet. Im Schutzgebiet brüten unter anderem Seeadler und Tüpfelsumpfhuhn. Es wird zudem regelmäßig sowohl als Überwinterungsgebiet als auch Zwischenstation für durchziehende Vogelarten genutzt (z. B. von Löffelente, Zwergsäger, Gänsesäger, Silberreiher, Krickente, Haubentaucher). Das Steinhuder Meer mit seinen Randbereichen zählt zu den bedeutendsten Brut- und Rastgebieten Niedersachsens.

In den naturnahen Stillgewässern leben streng geschützte Amphibienarten, u. a. Moorfrosch, Laubfrosch und Kammmolch, der wieder angesiedelte Europäische Nerz und der Fischotter sowie seltene Fischarten wie Schlammpeitzger und Steinbeißer.

Im Feucht- bzw. Nassgrünland finden sich u. a. Sumpfdotterblume und Wasser-Greiskraut, in den sumpfigen Übergangsbereichen Sumpf-Calla und Fadenbinse.

Im Westen grenzt das NSG HA 190 "Meerbruchswiesen", im Osten das LSG H-R 003 "Seefläche Steinhuder Meer" an.

Das Gebiet dient dem Schutz des FFH Gebietes 94 "Steinhuder Meer mit Randbereichen" und des EU-Vogelschutzgebietes V42 "Steinhuder Meer".

Zuständig sind die Region Hannover und der Landkreis Nienburg als untere Naturschutzbehörden.

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Verbindlich sind für alle Schutzgebiete die im Amtsblatt veröffentlichten Verordnungen bzw. Karten.

NSG-Schild Bildrechte: NLWKN

Naturschutzgebiet "Westufer Steinhuder Meer"

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Artikel-Informationen

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover

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