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FFH-Gebiet 319 Gehn

EU-Nr.: DE-3513-332


Das FFH-Gebiet „Gehn“ umfasst Teile des gleichnamigen Höhenzugs nordwestlich von Bramsche. Nicht zum FFH-Gebiet gehören große zusammenhängende Nadelforsten und ein noch genutzter Steinbruch. Der Gehn gehört zu den nördlichen Ausläufern des Osnabrücker Berg- und Hügellands. Die Niederung der Hase trennt ihn vom südöstlich liegenden Wiehengebirge. Dennoch weisen die beiden Höhenzüge eine einheitliche Geologie auf, bestehen sie doch beide vorwiegend aus Gesteinen des Jura, eines Systems des Erdmittelalters.

Zwischen größeren Nadel- und Mischwaldbeständen findet sich im Gebiet eine Vielfalt verschiedener wertvoller Lebensräume: Bodensaure Buchenwälder, teils mit der atlantisch verbreiteten Stechpalme in der Strauchschicht, sind auch aufgrund ihrer langen Habitatkontinuität – befinden sie sich doch auf einem sogenannten alten Waldstandort – von besonderer Bedeutung für verschiedene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten. In lichten Altholzbeständen mit einem hohen Totholzanteil findet unter anderem der streng geschützte Hirschkäfer geeignete Habitate. Auch die Bechsteinfledermaus und das Große Mausohr kommen in den naturnahen Laubwäldern vor.

Schmale Bachläufe, deren Quellen zumeist an den Hängen des Gehn liegen, entsprechen abschnittsweise dem Lebensraumtyp der Fließgewässer mit flutender Wasservegetation. Sie werden meist von einem Saum aus Erlen und Eschen begleitet. Weitere Feuchtwälder finden sich auf stauwasserbeeinflussten Standorten; hier wachsen strukturreiche Eichen- und Hainbuchenwälder. Eingebettet in die Wälder liegen vereinzelte Stillgewässer, in welchen unter anderem der Kammmolch vorkommen kann.

Neben den Wäldern finden sich im Gehn einige wertvolle Offenlandbiotope, von welchen unter anderem verschiedene Reptilienarten wie Schlingnatter und Zauneidechse profitieren. So kommen zerstreut Zwergstrauchheiden, Übergangs- und Schwingrasenmoore sowie magere Flachland-Mähwiesen vor. Von besonderer Bedeutung sind vereinzelte kalkreiche Niedermoore sowie ein Quellgebiet, in welchem kalkhaltiges Wasser an die Oberfläche tritt und durch den Ausfall von Kalk die charakteristischen Strukturen der Kalktuffquellen schafft. In solchen Feuchtbiotopen finden einige stark gefährdete Pflanzenarten, zum Beispiel die Schuppenfrüchtige Gelb-Segge, geeignete Standortbedingungen.

FFH 319   Bildrechte: NLWKN

Sicherung des Gebietes

Das Gebiet ist durch folgende Schutzgebiete gesichert:

Erhaltungsziele des Gebietes

Management des Gebietes

Allgemeine Hinweise zum Management im Gebiet vorkommender Lebensraumtypen und Arten

(Die Hinweise sind tw. aktualisierungsbedürftig, der Stand ist jeweils angegeben. Einige Hinweise werden zurzeit überarbeitet.)

 

Gebietsspezifische Maßnahmenblätter, Maßnahmen-/Managementpläne

(Steht eine Einbindung der betroffenen Flächeneigentümer zu den konzipierten Maßnahmen noch an, ist die konzipierte Maßnahme als vorläufig zu betrachten und entsprechend gekennzeichnet.)
Natura 2000 Bildrechte: NLWKN

Artikel-Informationen

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover

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