Generalpläne für Insel- und Küstenschutz | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
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Generalpläne für Insel- und Küstenschutz

Ausbauprogramme für Niedersachsen stehen fest


Zwei wichtige Grundlagenwerke bilden die Richtschnur der aktuellen Arbeiten im Küsten- und Inselschutz.


Der 2007 erschienene "Generalplan Küstenschutz" untersuchte den Handlungsbedarf entlang der niedersächsischen und bremischen Festlandsküste und kam zu dem Ergebnis, dass alleine in Niedersachsen rund 125 Kilometer Deiche erhöht und verstärkt werden müssten. Hierfür und für den Deichbau flankierende Maßnahmen wie den Bau von Teekabfuhrwegen und Deichverteidigungswegen veranschlagte der Plan einen Finanzbedarf von etwa 500 Millionen Euro. Die konkret bezeichneten erforderlichen Maßnahmen bilden seither die Grundlage für die Arbeit der Küstenschützer und die Fortschreibung der Prioritätenliste, die das Umweltministerium gemeinsam mit den Deichverbänden und dem NLWKN erarbeitet. Gebaut werden muss vor allem an der Jade und der Weser.


2011 komplettierte der NLWKN seine Grundlagenarbeit mit der Vorlage des "Generalplans Inselschutz", in dem sämtliche Küstenschutzanlagen auf den Inseln systematisch erfasst und vermessen wurden. Das Ergebnis zeigte, dass etliche Kilometer Deiche, Schutzdünen und Deckwerke verstärkt werden mussten, wofür etwa 300 Millionen Euro an Investitionsmitteln kalkuliert wurden. Auch im Inselschutz dient der Plan seither als Arbeitsgrundlage für die Planung der jeweiligen Projekte. Den Schutz der Inseln betrachten die Küstenschützer als zwingend: Sie sind einerseits bedeutenden Tourismusstandorte und damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Niedersachsen. Andererseits bilden sie einen wichtigen Bestandteil des Küstenschutzsystems für die Festlandsküste, da sie als vorgelagerte Wellenbrecher wirken.


Insel- und Küstenschutz ist eine Daueraufgabe. Seit 1955 hat Niedersachsen mehr als 2,4 Milliarden Euro in den Küstenschutz investiert. Die Finanzierung von Küstenschutzmaßnahmen erfolgt weitgehend aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" des Bundes und der Länder. Zusätzlich werden Mittel der Europäischen Union eingesetzt. 2014 investiert das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz insgesamt ca. 69 Millionen Euro in den Schutz der niedersächsischen Küsten, 124 Vorhaben profitieren von dieser Förderung.

Der Generalpläne zum Insel- und Küstenschutz in gedruckter Form sind vergriffen. In der Infospalte stehen sie Ihnen aber zum Download zur Verfügung.

Dünen, Salzwiesen und die vorgelagerten Watten und Sandbänke der Ostfriesischen Inseln (hier: Baltru

Dünen, Salzwiesen und die vorgelagerten Watten und Sandbänke der Ostfriesischen Inseln (hier: Baltrum) sind durch den Nationalpark besonders geschützt.

Diese Version wurde im Juli 2011 aktualisiert und entspricht nicht der gedruckten Ausgabe vom Mai 2010. Der fachliche Inhalt ist unverändert.

 Generalplan Küstenschutz Inseln
(PDF, 3,81 MB)

Artikel-Informationen

18.01.2017

Ansprechpartner/in:
Herma Heyken

NLWKN-Direktion
Pressesprecherin
Am Sportplatz 23
D-26506 Norden
Tel: +49 (0)4931/947-173
Fax: +49 (0)4931/947-222

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