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Hadelner Kanalschleuse: Stahlbetonarbeiten der Sohle abgeschlossen

Beton statt Wasser in der Baugrube der neuen Schleuse // neue Schleusenkammer nimmt Form an


Betonfahrzeuge fahren die Baugrube an.   Bildrechte: NLWKN
Reger Betrieb herrschte Ende Mai auf der Otterndorfer Baustelle: Insgesamt 90 Mal fuhren Betonfahrzeuge die Pumpe am Rande der Baugrube an, die den flüssigen Baustoff in die Tiefe beförderte (Bild NLWKN).

Otterndorf. 17 Großfahrzeuge, rund 90 Fahrten in zwölf Stunden und 670 Kubikmeter Beton: Mit den umfassenden Stahlbetonbauarbeiten der letzten Wochen nimmt der Neubau der Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf zunehmend Gestalt an. Derzeit entsteht auf der größten Küstenschutzbaustelle Niedersachsens die neue Schleusenkammer.

Mit einer weiteren Großbetonnage zum Monatswechsel ist jetzt die Sohle der neuen Kanalschleuse auf gesamter Schleusenkammerlänge in zwei Betonier-Abschnitten hergestellt worden. Von fünf Uhr in der Früh bis zum Abend pendelten dabei 17 Betonfahrzeuge zwischen der Beton-Pumpe in Otterndorf und Cuxhaven hin und her, um in 90 Fahrten 670 Kubikmeter Beton zu liefern. „Die Beton-Pumpe fördert den Beton in den Sohlbereich, wo er dann eingebaut und verdichtet wird“, erklärt Projektleiter Andreas Kosch vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Bereits Anfang Mai war der erste Teil der Sohle (ca. 630 m³ Beton) hergestellt worden. Mit der nun abgeschlossenen Großbetonnage ist damit auch der zweite und letzte Teil der neuen Schleusenkammersohle fertiggestellt. Insgesamt wurden für die 1,5 Meter dicke und knapp 70 Meter lange Sohle rund 170 Tonnen Stahlbewehrung und 1.300 Kubikmeter Beton eingebaut.

Als nächstes rücken auf der Baustelle die Wände der neuen Schleuse in den Blick: Diese werden in verschiedenen Abschnitten und in unterschiedlichen Höhen betoniert. Damit wächst die neue Anlage deutlich nach oben. Der erste Wandabschnitt wird schon in der kommenden Woche (24. KW) hergestellt.

Und auch der Deichbau rund um die neue Anlage macht sichtbar Fortschritte. Projektleiter Andreas Kosch: „Bis September 2020 wird der Deich auf seiner neuen Sollhöhe von NHN +8,60 Meter vollständig fertiggestellt sein“. Das ambitionierte Küstenschutzprojekt liegt weiterhin voll im Zeitplan. Damit das so bleibt, sind für die noch folgenden Bauabschnitte inzwischen auch die wesentlichen Gewerke an Nachunternehmer beauftragt – etwa der Stahlwasserbau oder die Elektro- und Steuerungstechnik. Auch die weiterführenden Detail-Planungen, die sogenannten Werkstattplanungen der Baufirmen, sind inzwischen weitgehend erfolgt. „Dadurch kann in diesem Jahr bereits in den Werkshallen mit der Fertigung der stählernen Portale und Schleusentore begonnen werden, ohne dass dies auf der Baustelle erkennbar ist“, so Kosch. In 2021 sollen dann die Lieferung und der Einbau der Portale und Tore auf der Baustelle erfolgen. Parallel dazu entsteht das neue Betriebsgebäude und im Anschluss der Straßen- und Wegebau. Im April 2022 wird der Neubau der Hadelner Kanalschleuse abgeschlossen sein.

Keine Baustellenführungen

Aufgrund der Coronapandemie müssen die von der Otterndorfer Marketing GmbH in Kooperation mit dem NLWKN angebotenen Baustellenführungen bis voraussichtlich Ende August leider ausfallen.


Artikel-Informationen

erstellt am:
05.06.2020

Ansprechpartner/in:
NLWKN Pressestelle

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Am Sportplatz 23
D-26506 Norden
Tel: +49 (0)4931/ 947 - 288 / -173 sowie +49 (0)511 3034-3322
Fax: +49 (0)4931/947 - 222

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