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Größte Flussentwicklungsmaßnahme in Niedersachsen kurz vor dem Abschluss

Altarm an die Aller bei Wehr Osterloh von NLWKN angeschlossen // Aufhebung der Umleitung des Aller-Radwegs voraussichtlich Ende August


Bauzustand Ende Juni 2021 - Flutung   Bildrechte: NLWKN
Drohnenaufnahme vom oberen Bereich des Gerinnes kurz nach dem ersten Fluten des Bereichs (Foto: Silke Seemann, NLWKN).

Osterloh/Landkreis CelleSüdlich von Osterloh im Landkreis Celle verhindert eine Wehranlage die ökologische Durchgängigkeit der Aller. Die seit Ende Februar laufende Renaturierungsmaßnahme des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) soll diese wiederherstellen. Unter anderem wurde der alte Fließgewässerabschnitt durch den Anschluss eines Altarms reaktiviert.

Der Durchstich zwischen der Aller und dem Altarm erfolgte Ende Juni. „Jetzt ist die Durchgängigkeit wieder gewährleistet, nachdem dies mehr als 50 Jahre lang nicht mehr gegeben war“, betont Silke Seemann, Projektleiterin beim NLWKN in Braunschweig. Noch sind die Arbeiten nicht komplett abgeschlossen. Das zweite Brückenwiderlager der neuen Geh- und Radwegbrücke wurde ebenfalls Ende Juni betoniert. Der stählende Überbau der Brücke wird Anfang Juli angeliefert und eingehoben. Parallel zu den Arbeiten an der Brücke erfolgen weiter Erdarbeiten, wie die Teilverfüllung des Wehrkanals und Restarbeiten an der Berme. Als einer der letzten Arbeitsschritte wird der Geh- und Radweg fertiggestellt, so dass voraussichtlich ab Anfang August die Umleitung aufgehoben werden kann und der Aller-Radweg wieder seinen gewohnten Streckenverlauf zurückerhält.

„Bei der Maßnahme handelt sich um die bisher größte in Niedersachen, bei der als naturnahe Lösung der Hauptlauf komplett umverlegt und der Altarm angeschlossen wird“, erklärt Seemann. Das Raugerinne verbindet auf kurzer Strecke zwei Gewässerstrecken mit unterschiedlichen Wasserspiegellagen und ermöglicht den Fischen, trotz des in diesem Abschnitt stellenweise schneller fließenden Wassers, die Wanderung. Der Höhenabbau erfolgt beckenförmig über 14 Querriegeln mit Natursteinen.

Gefördert wird die Maßnahme im Rahmen des ELER-Programms (Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) mit 1,9 Millionen Euro.

Weitere Informationen und aktuelle Bilder vom Baufortschritt sind auf der Website des NLWKN finden:www.nlwkn.de/osterloh

Drohnenaufnahme vom Einlaufbereich (1. – 4. Riegel), Betrachtungswinkel senkrecht auf die Erde.   Bildrechte: Amadeus Meinhardt-Hey, NLWKN
Drohnenaufnahme vom Einlaufbereich (1. – 4. Riegel), Betrachtungswinkel senkrecht auf die Erde. (Foto: Amadeus Meinhardt-Hey, NLWKN).
NLWKN-Logo Bildrechte: NLWKN

Artikel-Informationen

erstellt am:
02.07.2021

Ansprechpartner/in:
NLWKN Pressestelle

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76a / Am Sportplatz 23
30453 Hannover / 26506 Norden
Tel: +49 (0)511 3034-3322 sowie +49 (0)4931/ 947 -173
Fax: +49 (0)4931/947 - 222

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