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FFH-Gebiet 052 Hahnenmoor, Hahlener Moor, Suddenmoor

EU-Nr.: DE-3311-301


Das FFH-Gebiet „Hahnenmoor, Hahlener Moor, Suddenmoor“ liegt südlich von Löningen und zieht sich in einem Bogen um die nördlichen Ausläufer des Endmoränenzugs Ankumer Höhe. Es wird den Naturräumen Bersenbrücker Land und Lingener Land zugeordnet.

Im Gebiet nimmt die Torfmächtigkeit von West nach Ost ab: Während das westliche Hahnenmoor über ehemals mächtigen Hochmoortorfen liegt, weist das mittlere Hahlener Moor geringere Torfmächtigkeiten und Übergänge zu Niedermoortorfen auf. Im östlichen Suddenmoor schließlich weisen die grundwasserbeeinflussten Böden nur noch partielle Vermoorungen auf. So unterschiedlich die natürlichen Gegebenheiten, so verschieden waren auch die Nutzungen, welche zur Überprägung der Biotope führten. Torfstich und Entwässerung veränderten die Hochmoorstandorte; grundwasserbeeinflusste und damit nährstoffreichere Flächen wurden als Grünland kultiviert.

In den Hochmooren des Gebiets konnten sich auch durch Maßnahmen zur Wiedervernässung die typischen Vegetationsstrukturen degradierter, aber renaturierungsfähiger Hochmoorflächen erhalten oder entwickeln. Insbesondere das Hahnenmoor zeichnet sich durch ausgedehnte und weitgehend gehölzfreie Moorlebensräume aus, die durchsetzt sind von offenen, oftmals in ehemaligen Torfstichen liegenden Wasserflächen. Diese entsprechen dem Lebensraumtyp der dystrophen, das heißt nährstoffarmen, durch Huminsäuren bräunlich gefärbten Stillgewässer, welche unter anderem dem Moorfrosch geeignete Laichhabitate bieten.

Im Hahlener Moor prägen insbesondere Moorwälder die Landschaft, in welchen Moor-Birken und Wald-Kiefern lichte Bestände ausbilden und Bulten des Pfeifengrases sowie verschiedener Torf- und anderer Laubmoose zur Strukturvielfalt des Habitats beitragen. Aber auch hier finden sich die von Zwergsträuchern gekennzeichneten degradierten, aber renaturierungsfähigen Hochmoorflächen. Der Wechsel lichter Gehölzbestände und offener Heideflächen begünstigt unter anderem die Vorkommen der streng geschützten Schlingnatter.

Die Lebensräume im Suddenmoor unterscheiden sich von den nährstoffarmen und sauren Hochmoorbiotopen. Weite Bereiche unterliegen einer Grünlandnutzung. Teilweise entsprechen die Flächen dem Lebensraumtyp der mageren Flachland-Mähwiesen, typischer sind aber nährstoffreiche Nasswiesen. Kleinflächig finden sich auch Moorwälder.
FFH052  

Sicherung des Gebietes

Das Gebiet ist durch folgende Schutzgebiete gesichert:

Erhaltungsziele des Gebietes

Management des Gebietes

Allgemeine Hinweise zum Management im Gebiet vorkommender Lebensraumtypen und Arten

(Die Hinweise sind tw. aktualisierungsbedürftig, der Stand ist jeweils angegeben. Einige Hinweise werden zurzeit überarbeitet.)

 

Gebietsspezifische Maßnahmenblätter, Maßnahmen-/Managementpläne

(Steht eine Einbindung der betroffenen Flächeneigentümer zu den konzipierten Maßnahmen noch an, ist die konzipierte Maßnahme als vorläufig zu betrachten und entsprechend gekennzeichnet.)
Natura 2000 Bildrechte: NLWKN

Artikel-Informationen

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover

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