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Kleine Schritte für wanderwillige Fische: Hunte am Wehr Dreeke wird wieder ökologisch durchgängig

Start der Arbeiten steht unmittelbar bevor


So wie hier im nahegelegenen Rechtern (Landkreis Diepholz), wo der NLWKN bereits 2021 einen identischen Umbau vorgenommen hat, soll es künftig auch am Wehr Dreeke aussehen.   Bildrechte: NLWKN
So wie hier im nahegelegenen Rechtern (Landkreis Diepholz), wo der NLWKN bereits 2021 einen identischen Umbau vorgenommen hat, soll es künftig auch am Wehr Dreeke aussehen.

Dreeke/Barnstorf/Landkreis DiepholzRund anderthalb Höhenmeter trennen Fische derzeit vom Passieren der Hunte südlich von Barnstorf im Landkreis Diepholz. Verursacht wird der auch für wirbellose Kleinlebewesen unüberwindbare Höhenunterschied von einer Wehranlage in Dreeke. Durch den Einbau einer Riegel-Becken-Struktur in einem Teil des Wehres soll die ökologische Durchgängigkeit dieses Abschnitts der Hunte in den kommenden acht Wochen nun wiederhergestellt werden. Während der Bauzeit könne es zu Behinderungen des Verkehrs auf der K51 im Bereich des Wehres kommen, so der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Der Landesbetrieb ist Auftraggeber des Projektes, in dessen Zentrum der Bau eines sogenannten Raugerinnes in Riegel-Becken-Struktur steht. „Das ist ein fischpassierbarer Gewässerabschnitt, der beckenförmig aus insgesamt 16 Querriegeln mit Natursteinen erstellt wird“, erklärt Helga Busse, Leiterin des Geschäftsbereichs Planung und Bau des NLWKN in Cloppenburg. Am Wehr betragen die Wasserspiegelhöhenunterschiede aktuell bis zu 1,45 Meter. Sie sind somit für Fische unüberwindbar. In der geplanten Riegel-Becken-Struktur werden stattdessen von Becken zu Becken maximal zehn Zentimeter hohe Wasserspiegelsprünge entstehen. „Damit wird den Fischen an mindestens 300 Tagen im Jahr eine Wanderung ermöglicht“, so Busse. Der Einbau erfolgt lediglich in einem der drei Wehrfelder, um bei höheren Abflüssen weiterhin das Hochwasser über das neue Gerinne und die verbleibenden Wehrfelder abführen zu können. „Damit verbessern wir die ökologische Durchgängigkeit der Hunte, ohne den Hochwasserschutz in diesem Bereich negativ zu beeinflussen“, betont NLWKN-Projektleiter Thomas Lamping.

Eine gleichzeitige Herstellung einer Passierbarkeit für Kanus war im Rahmen des Vorhabens nicht möglich. Die vorhandene Kanu-Einsatzstelle wird im Zuge der Arbeiten an die in Fließrichtung linke Uferseite und damit aus dem Gefahrenbereich der Baustelle verlegt. Entsprechende Hinweisschilder sollen im Rahmen der geplanten rund achtwöchigen Bauzeit auf die veränderten Umstände für Kanufahrer aufmerksam machen.

Mit der Einrichtung der Baustelle soll bereits Ende dieser Woche (KW 37) begonnen werden. Eine Sperrung des Straßenverkehrs im Umfeld der Baustelle sei dabei nicht zu befürchten, betont der Landesbetrieb. „Wir rechnen allerdings mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch die zum Einsatz kommenden Baustellenfahrzeuge“, so Lamping.


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Artikel-Informationen

erstellt am:
12.09.2022

Ansprechpartner/in:
NLWKN Pressestelle

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
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30453 Hannover / 26506 Norden
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Fax: +49 (0)4931/947 - 222

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