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Rote Liste und Florenliste der Farn- und Blütenpflanzen in Niedersachsen und Bremen

Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen


Heft 1/04, 76 S., vergriffen (Download als PDF)
von Eckhard Garve
(5. Fassung, Stand 1. 3. 2004)

Inhalt
1 Kurz vorweg (Einleitung)
2 Wie haben wir es gemacht? (Methodik)
3 Niedersachsen in drei Teilen (Regionalisierung)
4 Was heißt gefährdet? (Kriterien und Gefährdungskategorien)
5 Vorwarnliste & Co. (Weitere Kategorien)
6 Blau und Rot (Blaue Listen und regionale Rote Listen)
7 Nichts ist beständig (Veränderungen zu früheren Fassungen)
8 Wer und was macht den Pflanzen das Leben schwer? (Gefährdungsursachen)
9 Unser Tafelsilber, d. h. die wertvollsten und seltensten Arten (Arten, für die wir eine besondere Verantwortung tragen)
10 Zahlen beherrschen die Welt! (Statistische Bilanz und Resümee)
11 Wer hat geholfen? (Danksagung)
12 Die Listen (Rote Liste und Florenliste)
13 Das Heer der Unbeständigen (Liste der unbeständigen Neophyten)
14 Sonderfälle: Apomikten und Hybriden
15 Verwandtschaften (Familien- und Gattungsübersicht)
16 Gefährdung in Regionen (Rote Liste der Regionen)
17 Der Arm des Gesetzes (Geschützte Arten)
18 Alte und neue Namen (Liste der Synonyme)
19 Für eilige Leser (Zusammenfassung)
20 For English Readers (Summary)
21 Welche Bücher und Schriften wurden benutzt? (Literaturverzeichnis)

Zusammenfassung
Diese Arbeit enthält eine neue Florenliste und eine neue Rote Liste der in Niedersachsen und Bremen wild wachsenden Farn- und Blütenpflanzen. Die Listen wurden in den Punkten Nomenklatur, Taxonomie und Methodik (vor allem Aufnahme- und Etablierungskriterien sowie Gefährdungskategorien und deren Definition) an bundesdeutsche Vorgaben (Standardliste, Rote Liste) angeglichen. Die Ergebnisse basieren auf konkreten floristischen Fachdaten, die im Rahmen des Niedersächsischen Pflanzenarten-Erfassungsprogramms erhoben wurden.
Derzeit gehören 2.022 Sippen (davon 222 etablierte Neophyten und 58 Hybriden) zum festen Florenbestand in Niedersachsen oder Bremen, einschließlich der Brombeeren (Rubus-fruticosus-Gruppe, 161 Sippen), die letztes Mal in einer eigenen Roten Liste behandelt wurden. Hinzu kommen 344 unbeständige Neophyten, die nicht für die Rote Liste berücksichtigt wurden. 997 Sippen sind als gefährdet eingestuft (49,3 %), davon 806 (39,9%) Sippen landesweit und 191 (9,4 %) weitere Sippen nur in einer oder zwei der folgenden Regionen: Küste (einschließlich Seemarschen), Tiefland (südlich bis etwa zum Mittellandkanal) sowie Hügel- und Bergland im südlichen Niedersachsen (einschließlich Harz). Die Vorkommen von 110 Sippen sind landesweit erloschen, 122 vom Aussterben bedroht, 213 stark gefährdet, 261 gefährdet, 77 extrem selten und für 23 Sippen wird eine Gefährdung angenommen. Weitere 85 Sippen zeigen landesweit deutliche Rückgangstendenzen, sind aber noch so häufig, dass sie nicht in die Rote Liste aufgenommen wurden (Kategorie »V«). Veränderungen gegenüber den vorigen Fassungen der Florenliste 1991 und der Roten Liste 1993 werden diskutiert.
Niedersachsen weist sechs endemische Arten bzw. Unterarten auf, die weltweit nur bei uns vorkommen: Biscutella laevigata ssp. guestphalica, Rubus hirsutior, Rubus myricae, Rubus nessensis ssp. cubirianus, Rubus pyramidatus und Rubus rhytidophyllus. Allerdings ist nur die erste von ihnen in der Roten Liste verzeichnet (Kategorie »R«), die anderen gelten derzeit als ungefährdet. Biscutella laevigata ssp. guestphalica zählt damit zu den seltensten und wertvollsten Pflanzen Niedersachsens. Dazu gehören auch Oenanthe conioides, Rubus rhamnifolius, Rubus rhombifolius und Thlaspi calaminare, die zwar nicht in Niedersachsen dafür aber in Deutschland endemisch sind, zusätzlich weltweit als stark gefährdet gelten und bei uns sogar vom Aussterben bedroht sind.

Die Familien- und Gattungsübersicht (Kap. 15) ist in der gedruckten Fassung nicht enthalten. Sie können sich die Übersicht hier herunterladen:

 

Rote Liste Farn-und Blütenpflanzen  
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Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Naturschutzinformation

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover
Tel: +49 (0)511 / 3034-3305
Fax: +49 (0)511 / 3034-3501

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