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Küstenschutz in Niedersachsen: Ein erster Überblick

Auszug aus dem NLWKN-Film "Der Zukunft verpflichtet"; hier: Küstenschutz

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Küstenschutz ist eine Daueraufgabe - schließlich ist das Land Niedersachsen auf rund 14 Prozent seiner Fläche durch Sturmfluten gefährdet. Küstenschutz sichert Leben und Wirtschaften der Bevölkerung und damit die Entwicklung des Landes.

Das Land Niedersachsen stellt 2016 knapp 61 Millionen Euro für den Küstenschutz zur Verfügung. Den Löwenanteil mit rund 40 Millionen Euro erhalten die Hauptdeichverbände. Der Schwerpunkt der Verbandsmaßnahmen liegt für die kommenden Jahre am Jadebusen und an der Unterweser.

Große Fortschritte im Küstenschutz hat es vor allem deshalb gegeben, weil das Land Niedersachsen kontinuierlich seit 1955 umgerechnet mehr als zwei Milliarden Euro in den Küstenschutz investiert hat. Inzwischen sind die höchsten Deiche bis zu neun Meter hoch. Die Sturmflut vom Nikolaustag 2013, die der Küste und den Inseln höhere Wasserstände bescherte als die Sturmflut von 1962 und 1976, hat gezeigt, dass unsere Deiche gegen die Fluten gut gerüstet sind.

Der NLWKN ist niedersachsenweit verantwortlich für Planung und Bau der landeseigenen Anlagen im Insel- und Küstenschutz. Auf Anfrage und nach Abschluss von Verträgen plant und leitet der Landesbetrieb auch die Küstenschutzprojekte von Wasser- und Bodenverbänden. Mit seiner Forschungsstelle Küste stellt er die regelmäßige Überprüfung der niedersächsischen Küstenschutzwerke sicher und entwickelt die dazu erforderlichen Instrumente/Werkzeuge weiter. Die Vertreter der 22 Hauptdeichverbände (Körperschaften öffentlichen Rechts) schätzen den NLWKN als fairen und kompetenten Partner.

Niedersachsen ist übrigens das einzige Bundesland mit einem eigenständigen Deichgesetz. In Niedersachsen besteht eine gemeinsame Verantwortung für die Deicherhaltung aller im Schutz der Deiche lebenden Grundstückseigentümer. Diese sind in Deichverbänden zusammengeschlossen. Deichverbände sind Körperschaften öffentlichen Rechts. Das Deichwesen ist damit eine Selbstverwaltungsaufgabe der Verbände.

Der NLWKN betreibt einen zuverlässigen Sturmflut- und Hochwasserwarndienst: Die Wasserstände an Binnen- und Küstengewässern werden ständig überwacht, um die betroffenen Kommunen und Institutionen im Ernstfall schnell und umfassend informieren zu können.

Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zum Küstenschutz finden Sie hier!

Aktuelle Infos finden Sie im Jahresbericht 2014 des NLWKN.

Sturmflutbild

Sturmflut am "Roten Pfahl" bei Norddeich (Ostfriesland)

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