NLWKN klar

Wenn Sie einem Wolf begegnen

Bleiben Sie ruhig!

Abstand halten
Nicht wegrennen

Beobachten Sie den Wolf und halten Sie - wie zu anderen Wildtieren - respektvollen Abstand. Fühlen Sie sich unwohl, ziehen Sie sich langsam mit Blickrichtung zum Tier zurück. Rennen Sie - wie auch bei Begegnungen mit unbekannten Hunden - nicht weg, das könnte den Jagdreflex auslösen.

Wolf hinter Busch

Bildrechte: Jürgen Borris

Wenn das Tier Sie bemerkt, wird es sich in der Regel zurückziehen, geben Sie ihm Zeit und Raum dazu. Der Rückzug erfolgt meist nicht in panischer Flucht. Der Wolf entfernt sich z. B. durch langsames Davontraben und dreht sich evtl. auch mehrfach um.

Wenn es die Situation zulässt, machen Sie Fotos. Verfolgen Sie das Tier aber nicht.

Fahrradfahrer und Reiter

Es gelten die allgemeinen Regeln: Ruhe bewahren und abwarten, bis sich der Wolf zurückzieht.

Für den eigenen Rückzug empfiehlt es sich, den Wolf im Blick zu behalten, ein Fahrrad evtl. zu schieben und Pferde zu führen, falls sie nervös sind.

Autofahrer

Autos oder andere Fahrzeuge werden von Wölfen und anderen Wildtieren meist nicht als bedrohlich empfunden, daher zeigen sie meist keine Scheu. Wenn man also im Auto sitzt und in die Hände klatscht, reagiert der Wolf ggf. nicht.

Nicht füttern

Bildrechte: NLWKN

Füttern Sie das Tier unter keinen Umständen!

Locken Sie es nicht an, es könnte seine Vorsicht verlieren! Wer Wölfe füttert, gewöhnt die Tiere an die bequeme Nahrungsquelle. Dann können sie aufdringlich und evtl. gefährlich werden. Daher: Wölfe niemals füttern!

Lärm machen

Bildrechte: NLWKN

Junge Wölfe sind häufig neugieriger als ausgewachsene Wölfe. Folgt Ihnen ein Tier wider Erwarten, halten Sie an. Treten Sie möglichst selbstsicher auf. Gehen Sie eher auf das Tier zu als von ihm weg.

Machen Sie Lärm und versuchen Sie, das Tier einzuschüchtern, indem Sie sich z.B. groß machen, Arme und Kleidungsstücke schwenken, es anschreien oder auch mit Gegenständen bewerfen.

Hund an der Leine

Bildrechte: NLWKN

Sind Sie mit einem Hund unterwegs, lassen Sie ihn zu seinem eigenen Schutz nicht von der Leine, sondern behalten Sie ihn nahe bei sich. Ein unbeaufsichtigter Hund läuft Gefahr, von Wölfen als „fremder Wolf" angegriffen zu werden, der in ihr Revier eindringen will.

Ansonsten verhalten Sie sich wie oben beschrieben.

Die gleichen Verhaltensregeln gelten auch, wenn Sie mehreren Wölfen begegnen.

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