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Naturschutzgebiet "Elbe und Inseln"

Kennzeichen: NSG LÜ 345


Das Gebiet liegt im Ästuarbereich der Unterelbe. Die Außendeichsflächen reichen von der Landesgrenze Hamburg bis zur Ostemündung. Das Elbästuar ist in der Nacheiszeit als Folge des Eindringens der Nordsee in das eigentliche Urstromtal der Elbe entstanden. Ein steigender Meeresspiegel und stärkerer Tidehub führten zu einer noch heute anhaltenden Aufweitung des Mündungstrichters. Die Elbe hat in Höhe der Ostemündung eine Breite von rd. 2 km.

Das Elbästuar war ursprünglich eine amphibische Landschaft, in der sich der Fluss seinen Weg durch die eigenen Ablagerungen bahnen musste. Immer wieder kam es zu Laufverlagerungen des Flusses und weite Flächen wurden bei Hochwasser überflutet. Die natürliche und ursprüngliche Mehrrinnendynamik der Elbe ist heute infolge von Strombaumaßnahmen durch eine feste Rinne ersetzt worden.

Den Hauptaspekt im Gebiet bilden der Elbstrom und die Inseln. Größere Grünlandbereiche finden sich noch im Allwördener Außendeich, die in unterschiedlicher Intensität landwirtschaftlich genutzt werden und von zahlreichen Gräben und Grüppen durchzogen sind. In den tidebeeinflussten Bereichen und auf den tiefer liegenden Flächen finden sich verschiedene Ausprägungen der Salzwiesen. Partiell ist auch noch „altes“ Marschengrünland mit einem bewegten Kleinrelief und einem System an Prielen vorhanden.

Auf ungenutzten Flächen, entlang der Gewässerränder und im überwiegend naturnah ausgebildeten Uferbereich der Elbe haben sich z.T. großflächige Röhrichte ausgebildet, denen hier z.T. ausgedehnte Wattflächen vorgelagert sind. Elbaufwärts gehören die Elbinseln Schwarztonnensand, Lühesand, Hanskalbsand und Neßsand zum NSG. Binnendeichs gelegen gehören die Borsteler Binnenelbe und das Große Brack zum Schutzgebiet.

Das Elbeästuar ist ein einzigartiger und dynamischer Lebensraum von herausragender internationaler Bedeutung für alle ästuartypischen Lebensräume, Pflanzen und Tiere. Weite Teile des Elbeästuars sind ein international und national bedeutendes Refugium für eine Vielzahl hochspezialisierter Brut- und Gastvogelarten, die hier ideale Fortpflanzungs- und Rastbedingungen vorfinden.

Daneben stellen insbesondere die Elbe und der Ostemündungsbereich wichtige Lebens- bzw. Teillebensräume für gefährdete Fischarten dar, wie z. B. Schnäpel, Finte, Atlantischer Lachs, Fluss- und Meerneunauge sowie Meerforelle.

Das Gebiet dient dem Schutz des FFH-Gebietes 3 "Unterelbe" sowie des EU-Vogelschutzgebietes V18 "Unterelbe".

Zuständig ist der Landkreis Stade als untere Naturschutzbehörde.

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Verbindlich sind für alle Schutzgebiete die im Amtsblatt veröffentlichten Verordnungen bzw. Karten.

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Artikel-Informationen

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover

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