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Den Stöpsel gezogen: Ilmenau-Sperrwerk wird trockengelegt

Instandsetzung macht Sperrung für die Schifffahrt erforderlich


Zuletzt wurde vor allem im Inneren des Ilmenau-Sperrwerks gearbeitet. Nach der bevorstehenden Sperrung kann mit der Demontage des ersten Stemmtorpaares und den weiteren Arbeiten am Massivbau begonnen werden (Bild: Löhn/NLWKN).   Bildrechte: Löhn/NLWKN
Zuletzt wurde vor allem im Inneren des Ilmenau-Sperrwerks gearbeitet. Nach der bevorstehenden Sperrung kann mit der Demontage des ersten Stemmtorpaares und den weiteren Arbeiten am Massivbau begonnen werden (Bild: Löhn/NLWKN).
Die Fertigung der neuen Stemmtore erfolgt derzeit in Brake. Die Demontage und der Wiedereinbau der Tore ist mit einem Mobilkran geplant. (Bild: Christian Martens/WKC Hamburg GmbH).   Bildrechte: Christian Martens/WKC Hamburg GmbH
Die Fertigung der neuen Stemmtore erfolgt derzeit in Brake. Die Demontage und der Wiedereinbau der Tore ist mit einem Mobilkran geplant. (Bild: Christian Martens/WKC Hamburg GmbH).

Hoopte/Lüneburg. Die Grundinstandsetzung des Ilmenau-Sperrwerks startet mit der Erneuerung der Stemmtore in Kürze in die dritte Bauphase. Hierfür muss die Schifffahrtsöffnung der vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) betriebenen Anlage abgesperrt und für das Sommerhalbjahr trockengelegt werden. Ab dem 19. April ist das Sperrwerk im Landkreis Harburg damit für die Schifffahrt nicht mehr passierbar. Die Sperrung des Wasserweges ist bis in den Herbst hinein erforderlich.

Mit den Arbeiten zur Herstellung der neuen Stemmtore wurde bereits vor Weihnachten begonnen. „Mittlerweile ist die Fertigung eines Stemmtorpaares schweißtechnisch abgeschlossen. Hier erfolgen derzeit die Beschichtungsarbeiten für den Korrosionsschutz“, erklärt Stefan Löhn, Projektleiter in der für das Küstenschutzbauwerk zuständigen NLWKN-Betriebsstelle Lüneburg. Auch die Fertigung des zweiten Stemmtorpaares hat bereits begonnen. Die neuen und höheren Exemplare sollen wesentlich zur Erhöhung des Schutzniveaus beitragen. Seit August 2020 wird auf der Baustelle im Landkreis Harburg an der Verbesserung des Sturmflutschutzes für die Ilmenau- und Luheniederungen mit der Stadt Winsen (Luhe) gearbeitet.

Für die kommenden Arbeitsschritte sei die Sperrung des Wasserwegs nun leider unvermeidbar, so der NLWKN, der auf Verständnis bei der Schifffahrt, Bootsclubs und den Anliegern hofft. Technisch wird die Sperrung in den kommenden Wochen mit Hilfe der Revisionsverschlüsse des Ilmenau-Sperrwerks hergestellt. Um den Einbau der neuen Tore vorzubereiten, sind umfangreiche Anpassungen des Massivbaus am Sperrwerk erforderlich. Unter anderem müssen die Drempel, die seitlichen Dichtungsanschläge in den Wendesäulen, die Spur- und Halslager sowie die Nischen für die Antriebszylinder angepasst werden. Erst danach können die neuen Stemmtore eingebaut werden.

„Für die Durchführung dieser Arbeiten steht aus hydrologischen Gründen und aus Gründen der Sturmflutsicherheit nur das Sommerhalbjahr zur Verfügung“, weiß Stefan Löhn. Die Schifffahrtsöffnung des Ilmenau-Sperrwerks muss dafür nun ab dem 19. April voll gesperrt werden. Voraussichtlich ab Mitte September kann die Anlage wieder geflutet werden.

NLWKN-Logo Bildrechte: NLWKN

Artikel-Informationen

erstellt am:
05.04.2022

Ansprechpartner/in:
NLWKN Pressestelle

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76a / Am Sportplatz 23
30453 Hannover / 26506 Norden
Tel: +49 (0)511 3034-3322 sowie +49 (0)4931/ 947 -173
Fax: +49 (0)4931/947 - 222

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