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Das Wolfsbüro des NLWKN

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Durch die FFH-Richtlinie und das Bundesnaturschutzgesetz ist Niedersachsen verpflichtet, dem Wolf Schutz zu gewähren und sein Überleben dauerhaft zu sichern. Bereits seit 2007 beschäftigt sich der NLWKN daher intensiv mit dem Wolf. Damals wanderten die ersten Wölfe aus Ostdeutschland und Westpolen nach Niedersachsen und es folgten die ersten Rudelbildungen sowie der erste Wolfsnachwuchs in Niedersachsen. Mitte 2015 lebten etwa 60 Tiere in Niedersachsen.

Niedersachsens Wölfe stammen ursprünglich aus Ostdeutschland und Westpolen: (A) Altengrabower Rudel, (S) Seenlandrudel, (N) Nochtener R., (D) Daubaner R., (L) Lehniner R., (W) Welzower R., (M) Munsteraner R., (X) Rudelzuordnung nicht möglich.

Das professionelle Wolfsmanagement in Niedersachsen wurde kontinuierlich weiterentwickelt und führte am 1. Juli 2015 zur Gründung des Wolfsbüros des NLWKN. Dort sind drei Biologinnen als Wolfsspezialistinnen beschäftigt.

Im Wolfsbüro werden Meldungen über Nutztierrisse einschließlich der Ausgleichszahlungen sowie Anträge auf Präventionsmaßnahmen bearbeitet. Alle Maßnahmen des niedersächsischen Wolfsmanagements werden hier koordiniert. Außerdem ist das Wolfsbüro zentrale Anlaufstelle für die Bürger- und Nutztierhalterberatung und es wirkt an der Öffentlichkeitsarbeit mit.

Das Wolfsbüro arbeitet dabei im Auftrag des Umweltministeriums u. a. mit verschiedenen Behörden, der Landwirtschaftskammer, der Landesjägerschaft Niedersachsen, den Wolfsberatern und den anerkannten Wolfsauffangstationen zusammen.

© Jürgen Borris

Aufgabenschwerpunkte des Wolfsbüros

Wolf mit Beute © Jürgen Borris

Nutztierhalter und Herdenschutz

Obwohl die Wölfe sich im Wesentlichen von Wildtieren ernähren, kommt es doch hin und wieder zu Nutztierrissen und dadurch zu Konflikten mit Tierhaltern. Um diese Konflikte zu mindern und um in der Bevölkerung die Akzeptanz für diese zurückkehrende Tierart zu fördern, hat das Niedersächsische Umweltministerium im November 2014 die „Richtlinie Wolf" erlassen. Diese sieht sogenannte „Billigkeitsleistungen" zum finanziellen Ausgleich bei Nutztierrissen vor und bietet finanzielle Unterstützung bei Präventionsmaßnahmen in Form einer vorsorglichen Beschaffung von wolfsabweisenden Schutzzäunen und Herdenschutzhunden.

Das Wolfsbüro des NLWKN hat die Aufgabe, im Zusammenhang mit Nutztierrissen und als Beitrag zum Wolfsmonitoring genetische Untersuchungen anhand von Haaren, Blut-, Speichel- oder Losungsproben durchführen zu lassen. Diese dienen dem sicheren Nachweis, ob tatsächlich ein Wolf oder etwa ein anderes Tier das Nutztier gerissen hat. Der NLWKN ist für die amtliche Verursacher-Feststellung bei Nutztierrissen sowie die damit verbundene Auszahlung von Billigkeitsleistungen zuständig.

Das Wolfsbüro berät auch zum Thema Präventionsmaßnahmen und Herdenschutz. Hier werden die Anträge auf Präventionsmaßnahmen und die Auszahlung von Zuwendungen bearbeitet (herdenschutz@nlwkn-h.niedersachsen.de).

© Sebastian Koerner

Wolfsmanagement und Wolfsmonitoring

Der NLWKN ist in Niedersachsen zuständig für die amtliche Bewertung von Wolfsvorkommen und -verhalten, die amtliche Dokumentation und Sicherung des Datenbestands der Wolfssichtungen sowie zukünftig für die Weitergabe an die neue Beratungsstelle auf Bundesebene und die EU-Berichtspflichten im Rahmen der FFH-Richtlinie.

Durch den vom Wolfsbüro beauftragten genetischen Fingerabdruck eines Wolfes ist das jeweilige Tier eindeutig identifizierbar und es können Aussagen über seine Verwandtschaftsbeziehungen zu den bereits in Niedersachsen, in anderen Bundesländern sowie in Westpolen nachgewiesenen Tieren, zu seiner Herkunft und zum Wanderverhalten getroffen werden.

Für jeden in Niedersachsen lebenden, genetisch untersuchten Wolf kann der NLWKN somit die Herkunft nachweisen und damit Gerüchten entgegentreten, die jetzt in Niedersachsen lebenden Wölfe seien ausgesetzt oder gezielt ausgewildert worden.

Weitere Aufgaben des Wolfsbüros sind u. a. die Konzeption, Planung und ggf. Durchführung von Managementmaßnahmen (z. B. Besenderung, Vergrämung auffälliger Wölfe; i. d. R. über Beauftragung Dritter), die Erteilung von artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigungen, die Mitwirkung an der Fortschreibung des Wolfskonzepts sowie die fachliche Unterstützung des Arbeitskreises Wolf.

Ein Wolfswelpe übt das Heulen... © Jürgen Borris

Informations- und Öffentlichkeitsarbeit

Das Wolfsbüro steht als fachliche Beratungsstelle für Öffentlichkeit und Behörden zur Verfügung. Es entwickelt Infomaterial für die Öffentlichkeit, hält Vorträge und führt Informationsveranstaltungen durch.

Daneben wirkt es u. a. an der kontinuierlichen Schulung der niedersächsischen Wolfsberaterinnen und Wolfsberater mit.



© Jürgen Borris

Wolfsbüro des NLWKN

- Nicola Georgy
- Konstantin Knorr
- Dr. Jana Sprenger

Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover

Tel: 0511 / 3034-3034

Unsere telefonischen Sprechzeiten:

9:00 - 12:00 Uhr
14:00 - 15:30 Uhr
Montag X
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Dienstag --- X
Mittwoch X X
Donnerstag X X
Freitag X ---


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Presseanfragen

Presseanfragen richten Sie bitte an die Pressestelle des NLWKN:

pressestelle@nlwkn-dir.niedersachsen.de
Tel.: 04931 / 947-173, -228







Wolfbüro des NLWKN
Wolf © Jürgen Borris

© Jürgen Borris

Nutztierrisse in Niedersachsen

Übersicht des NLWKN über Nutztierrisse, bei denen der Wolf als Verursacher geprüft wurde. Karte und Tabelle beim

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