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Naturschutzgebiet "Totes Moor"

Kennzeichen: NSG HA 154


Das Naturschutzgebiet „Totes Moor“ besteht aus dem gleichnamigen Hochmoor einschließlich seiner Randbereiche, dem angrenzenden Geestrand, der südlich anschließenden Moorniederung der Großenheidorner Wiesen sowie einem Teil der Wasserfläche am Ostufer des Steinhuder Meeres.

Das Tote Moor ist mit ca. 2.300 ha das größte Hochmoor der Region Hannover. Es ist durch naturnahe, offene Hochmoorlebensräume, großflächige Hochmoorregenerationsflächen unterschiedlicher Stadien, Torfabbauflächen sowie teilweise gut ausgeprägte Birken- und Kiefernmoorwälder gekennzeichnet. Die bereits vor Jahrzehnten aufgelassenen bäuerlichen Handtorfstiche und die großflächig renaturierten industriellen Torfabbauflächen entwickeln sich je nach Erfolg der Wiedervernässung zu Moordegenerationsstadien oder in Richtung naturnaher Hochmoorflächen. Die noch verbliebenen industriellen Torfabbauflächen werden nach Beendigung des zulässigen Bodenabbaus mit dem Ziel der Hochmoorregeneration hergerichtet. Die tief liegenden Randbereiche des Hochmoores sowie sein Übergang zum Niedermoor werden durch großflächige und überwiegend naturnahe Feucht- und Nasswälder geprägt.

Im Norden und Westen geht das Hochmoor in die Sandgeest über. Sandheiden und Sand-Trockenrasen sind hier teilweise hervorragend ausgeprägt.

Vor allem im Norden und Osten des NSG wachsen teils gut ausgeprägte naturnahe Laubwälder auf mittleren und trockenen Standorten. Zu nennen sind vor allem die Eichen-Mischwälder auf Sandböden und auf mäßig basenreichen Standorten am Ostrand des Toten Moores sowie Kiefernwälder auf armen Sandböden am Nordrand der Niederung.

Südlich des Toten Moores erstreckt sich die weitgehend offene Grünlandniederung der Großenheidorner Wiesen. Hier liegen bedeutende Vorkommen von Feucht-, Nass- sowie artenreichem mesophilen Grünland. Dieses Grünland bietet Lebensraum etwa für eine Vielzahl gefährdeter Vogel- und Heuschreckenarten. Eingestreute Kleingewässer bereichern den Lebensraum und bieten z.B. Amphibien Laichmöglichkeiten.

Das NSG umfasst auch einen Teil der Wasserfläche am Ostufer des Steinhuder Meeres mit ihrem naturnahen Übergang in ausgedehnte Niedermoor- und Röhrichtflächen, die landseitig in Sumpfgebüsche und Bruchwälder übergehen. Die ungestörte Wasserfläche des Steinhuder Meeres sowie bei niedrigem Wasserstand frei fallende Sandbänke sind bedeutende Ruhe- und Nahrungsflächen für Brut- und Rastvögel. In den störungsarmen Uferflächen brüten zahlreiche Vogelarten.

Das NSG ist Bestandteil des FFH-Gebietes 94 "Steinhuder Meer (mit Randbereichen)" und liegt im Europäischen Vogelschutzgebiet V42 "Steinhuder Meer".

Zuständig ist die untere Naturschutzbehörde bei der Region Hannover.

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NSG Totes Moor  
NSG Totes Moor
NSG Totes Moor  
NSG Totes Moor
NSG Totes Moor  
NSG Totes Moor
NSG Totes Moor  
NSG Totes Moor
Ostufer Steinhuder Meer  
Ostufer Steinhuder Meer
Ostufer Steinhuder Meer  
Ostufer Steinhuder Meer
Ostufer Steinhuder Meer  
Ostufer Steinhuder Meer
Übersichtskarte des Schutzgebietes  

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Verbindlich sind für alle Schutzgebiete die im Amtsblatt veröffentlichten Verordnungen bzw. Karten.

NSG-Schild

Naturschutzgebiet "Totes Moor"

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Artikel-Informationen

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover

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