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163 Pfähle für den Küstenschutz

Hadelner Kanalschleuse: Fundament der neuen Anlage entsteht


  Bildrechte: NLWKN/Kosch & Westermann
Von der bauzeitlichen Behelfsbrücke aus auch für Passanten gut zu sehen: Jenseits der derzeit noch wassergefüllten Baugrube wurde das Bohrgerät auf einer Bohrplattform in Position gebracht. 163 Gründungspfähle werden von hier aus eingebracht. Bild:

Otterndorf Exakt 163 Pfähle aus Stahl sollen der neuen Hadelner Kanalschleuse künftig die notwendige Stabilität geben. Seit Beginn dieser Woche werden die fast 30 Meter langen Gründungspfähle auf der Otterndorfer Küstenschutzbaustelle eingebaut. Mit den für das Winterhalbjahr eingeplanten Arbeiten nimmt das Fundament der neuen Schleusenanlage damit sichtbar Konturen an.

Nur kurz währte die planmäßige Baupause zum Jahreswechsel – dann wurden die Arbeiten im Rahmen der bereits dritten von insgesamt sieben Bauphasen wieder aufgenommen. „In diesem Winterhalbjahr entstehen auf der Baustelle der Kanalschleuse die ersten Teile der neuen Schleusenkammer“, erklärt Projektleiter Andreas Kosch vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Dafür wurde die Baugrube in Spundwandbauweise hergestellt. Der Bodenaushub innerhalb dieser Baugrube ist inzwischen erfolgt – ein kniffliges Unterfangen, wie Projektleiter Kosch beschreibt: „Zusammen mit dem Baugrubenaushub wurden auch die hölzernen Gründungspfähle des 165 Jahre alten Vorgängerbaus ausgebaut. Der aus statischen Gründen unter Wasser durchgeführte Ausbau war nicht einfach - zumal Holzspundwände vorgefunden wurden, die in den historischen Bestandsunterlagen so nicht verzeichnet waren.“

Inzwischen ist eine Arbeitsplattform auf die Spundwände der Baugrube aufgelegt worden. Von hier aus werden seit Wochenbeginn die Gründungspfähle der neuen Schleuse hergestellt. Insgesamt 163 Pfähle mit einer Länge von jeweils rund 28,5 Metern werden dazu in den Boden gebohrt und mit Zementmörtel verpresst. Das aufwändige Verfahren ist notwendig, um die nur eingeschränkt tragfähigen oberflächennahen Bodenschichten zu überbrücken und die notwendige Stabilität des Küstenschutzbauwerks herzustellen. Im Anschluss daran beginnen die Betonarbeiten mit der Betonage der Unterwasserbetonsohle. Andreas Kosch dazu: „Wenn weiterhin alles planmäßig verläuft, erfolgt der Einbau des Unterwasserbetons im März. Damit liegen wir weiterhin voll im Zeitplan.“ Wenn Mitte April die Sturmflutsaison endet, beginnt auf der derzeit größten Küstenschutzbaustelle Niedersachsens die vierte von insgesamt sieben Bauphasen. Dann werden die Konturen der neuen Anlage immer deutlicher sichtbar werden: So entstehen Sohle und Wände der neuen Schleuse.


Baustellenführungen auch im Winter gefragt

Auch im Winter erfreuen sich die Baustellenführungen, welche die Otterndorfer Marketing GmbH in Kooperation mit dem NLWKN anbietet, großer Beliebtheit. Die Führungen werden alle drei Wochen angeboten und sind nach Aussage der Veranstalter gut besucht. „Wir sind positiv überrascht, wie viele Baustelleninteressierte sich auch bei durchwachsenem Winterwetter immer wieder bei uns einfinden“, freut sich Andreas Kosch.

Artikel-Informationen

erstellt am:
24.01.2020

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