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Vogelschutzgebiet Unterelbe: Flutmulden und Tidetümpel angelegt

Frost hat Arbeiten unter Leitung des NLWKN begünstigt/ Presseinformation vom 13. März 2013


Freiburg/ Lüneburg – Unter der Regie des NWLKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) sind im Vogelschutzgebiet Unterelbe in den vergangenen Wochen etliche Flutmulden und Tidetümpel angelegt sowie ehemalige Entwässerungsgräben umgestaltet worden. Ziel war es, die Lebensräume für schutzbedürftige Vogelarten auf den landeseigenen Naturschutzflächen im Landkreis Stade weiter zu verbessern. „Die Marschen der Unterelbe beherbergen wesentliche Bestände seltener Wiesenvogelarten und Röhrichtbewohner wie Uferschnepfe und Wachtelkönig oder die Große Rohrdommel. Zudem sind sie ein wichtiges Revier für nordische Gastvögel zu denen Nonnengänse und Zwergschwäne zählen“, erläutert Robin Pilling von der Naturschutzstation Unterelbe des NLWKN. Die mit den Pächtern abgestimmten Arbeiten dienen dazu, den Wasserhaushalt auf den landeseigenen Flächen weiter zu verbessern, um ihre Attraktivität als Brutlebensraum zu steigern. Mit den neuen Tidetümpeln im Vorland sind darüber hinaus zusätzliche Nahrungsflächen entstanden. „Der Frost hat unsere Tätigkeit auf dem sonst schwer befahrbaren Marschboden begünstigt, so dass wir zügig fertig wurden“, erklärte Pilling den raschen Baufortschritt.

Gemäß ihrer Bedeutung für den internationalen Arten- und Biotopschutz sind die Flächen des Vogelschutzgebietes Unterelbe Bestandteil des europäischen Ökologischen Netzes „Natura 2000“. Das Land Niedersachsen hat hier in den vergangenen Jahrzehnten mit gezielten Flächenkäufen wertvolle Lebensräume für Brut- und Gastvögel gesichert. Diese öffentlichen Areale sind an örtliche Landwirte verpachtet, die sie im Sinne des Artenschutzes extensiv bewirtschaften.

„Trotz der bereits erzielten Erfolge besteht auf diesen Flächen weiterer Entwicklungsbedarf, da viele private Grünlandparzellen in direkter Nachbarschaft in den letzten Jahren in Äcker umgewandelt wurden, die somit den Wiesenbrütern nicht mehr als Lebensraum zur Verfügung stehen“, begründete Pillings Kollege Danny Wolff das Vorhaben.

Die Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen sind zudem ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung des Integrierten Bewirtschaftungsplans Elbe, der Niedersächsischen Strategie für den Arten- und Biotopschutz und des Auenprogramms.

An der Finanzierung durch das Niedersächsische Umweltministerium in Höhe von rund 30.000 Euro hat sich darüber hinaus die Europäische Union im Rahmen des Life+ Naturprojektes „Wiesenvögel“ mit circa 5.500 Euro beteiligt.

Vogelgerechte Umgestaltung von Uferflächen an der Unterelbe 2013   Bildrechte: NLWKN

Vogelgerechte Umgestaltung von Uferflächen an der Unterelbe 2013

Artikel-Informationen

erstellt am:
13.03.2013

Ansprechpartner/in:
Achim Stolz

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Pressesprecher
Am Sportplatz 23
D-26506 Norden
Tel: +49 (0)4931/947-228
Fax: +49 (0)4931/947-222

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