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Schlussspurt für Deichverteidigungswege an der Hunte

Von Iburg bis Moorbäke: Arbeiten am linken Hunteufer starten in finale Bauphase


 
Die Karte zeigt den Bereich, an dem bis März 2020 ein entsprechender Deichverteidigungsweg aus Multipodensteinen und Schotter entstehen soll (Karte: Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN)).

Oldenburg Um den Hochwasserschutz in der Gemeinde Wardenburg zu verbessern, werden auf den linksseitigen Huntebedeichungen seit vergangenem Jahr neue Wege zur Verteidigung angelegt. Ein zweiter Bauabschnitt nimmt nun den Bereich Iburg bis Moorbäke in den Blick. Fußgänger müssen sich auf Beeinträchtigungen einstellen.

Nachdem im Vorjahr bereits ein fast drei Kilometer langer Weg zwischen Tungeln und der Iburg fristgerecht fertiggestellt werden konnte, geht es damit nun um das knapp 1.650 Meter lange letzte Teilstück bis zum Schöpfwerk in Moorbäke. „Mit der Einrichtung der zusätzlichen Verteidigungswege setzen wir die Investitionen in den Hochwasserschutz im Oldenburger Land weiter fort“, betont Philipp Schwarzkopf von der zuständigen Betriebsstelle Brake-Oldenburg des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Bereits in den Jahren 2010 bis 2016 waren die rechtsseitigen Huntebedeichungen auf mehreren Abschnitten teils verstärkt und mit einem entsprechenden Verteidigungsweg versehen worden. Nachdem damit auf dem rechtsseitigen Huntedeich auf gesamter Länge ein Deichverteidigungsweg vorhanden war, rückte seit 2018 das linke Hunteufer in den Fokus des Landesbetriebs. „Nach Fertigstellung des letzten geplanten Abschnitts, für den wir die unmittelbaren Bauarbeiten Anfang kommender Woche aufnehmen werden, wird auch hier auf der gesamten Länge ein Deichverteidigungsweg genutzt werden können“, erläutert NLWKN-Mitarbeiter Schwarzkopf.

Während der Bauzeit von September 2019 bis März 2020 steht der jeweilige Deichabschnitt für Fußgänger nicht zur Verfügung. Für die Anlieferung der erforderlichen Geräte und Materialien muss die Huntestraße in der Gemeinde Wardenburg genutzt werden. „Wir bemühen uns, Beeinträchtigungen für Fußgänger so gering wie möglich zu halten und werden bereits fertiggestellte Teilabschnitte schnellstmöglich wieder für den Fußverkehr freigeben“, betont Schwarzkopf.

Finanziert wird die Anlage des neuen Deichverteidigungswegs an der Hunte durch das Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz des Landes Niedersachsen. Insgesamt investiert das Land Niedersachsen im Rahmen dieser Baumaßnahme rund 1,7 Millionen Euro in die Verbesserung des Hochwasserschutzes und somit in den Schutz der in der Gemeinde Wardenburg lebenden Menschen.


 
Deichverteidigungswege spielen im Hochwasserfall eine wichtige Rolle: Sie ermöglichen es, dass Einsatzkräfte und Material schnell an gefährdete Deichabschnitte gelangen.
Artikel-Informationen

05.09.2019

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