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Schleuse Otterndorf: Rammarbeiten wieder aufgenommen

Arbeiten an zwei Wochenenden // Entwässerungsanlage Ende August fertig/ Pressemitteilung vom 20. August 2019


Stade/ Otterndorf – Nachdem die Spuren des Kranunfalls beseitigt wurden, laufen seit Mitte vergangener Woche an der Westseite der Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf wieder die Rammarbeiten für die Schrägpfahlverankerung. „Sobald Spundwand und Pfähle an der Westseite fertiggestellt sind, werden wir die Rammarbeiten an der Ostseite starten und – parallel dazu – an der Westseite mit dem Deichbau beginnen“, erklärte Projektleiter Andreas Kosch von der Betriebsstelle Stade des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz). Um die für die Herstellung des Küstenschutzes wichtigen Arbeiten auf jeden Fall noch vor Beginn der Sturmflutsaison beenden zu können, will die Arbeitsgemeinschaft der bauausführenden Firmen auch an zwei Wochenenden arbeiten lassen: „Vorgesehen sind die Wochenenden vom 24. und 25. August sowie vom 6. und 7. September, die Genehmigung soll kurzfristig beim Gewerbeaufsichtsamt beantragt werden“, ergänzte Kosch. Im Mittelpunkt der Samstage werden dabei Rammarbeiten stehen, an den Sonntagen sind ausschließlich vorbereitende Arbeiten für die Fortsetzung der Rammarbeiten an den darauffolgenden Montagen geplant. Als ein wichtiges Element der Küstenschutzmaßnahme gilt dabei die Entwässerungsanlage, die Ende August in Betrieb gehen und – nach Abschluss des Gesamtprojektes – als Not-Spitzenschöpfwerk fungieren wird.

Parallel laufen derzeit die planmäßigen Arbeiten zum Abbruch der alten Schleuse oder auch die Räumungsbohrungen für die Baugruben Spundwände.

Der Ersatz des vom NLWKN betriebenen Altbauwerks war zwingend erforderlich geworden: Rund 90 Zentimeter Unterbestick wies das im Kern 165 Jahre alte Schleusenbauwerk zuletzt auf; - zu viel, um auch weiterhin den Anforderungen des modernen Küstenschutzes gerecht zu werden. Eine einfache Deichnacherhöhung war aus statischen Gründen direkt am Bauwerk nicht möglich. Bis 2022 soll der Bau der neuen Schleuse abgeschlossen sein. Bis zum Abschluss der in sieben Phasen unterteilten Bauarbeiten werden und 30 Millionen Euro durch das Land Niedersachsen und den Bund im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ investiert.

Presseinformation
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21.08.2019

Ansprechpartner/in:
Achim Stolz

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