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Gehölzpflegemaßnahmen für Wiesenvögel an der Uphuser Klappe

Emden/Aurich. Arbeitseinsatz für Kiebitz, Uferschnepfe und Co.: Damit sich die stark gefährdeten Wiesenvogelarten in der Region wieder ungestört vermehren können, wird ein bestehendes Biotop auf einer Landesfläche bei Uphusen in Kürze umfassend naturschutzfachlich aufbereitet. Für das Vorhaben des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) müssen in den kommenden Wintermonaten entsprechende Gehölzmanagementmaßnahmen durchgeführt werden.

Bäume stutzen für den Naturschutz – dass dies nur auf den ersten Blick paradox klingt, weiß Projektkoordinator Axel Daubenspeck vom NLWKN: Denn nicht alle Vogelarten bevorzugen als Brut- und Lebensraum luftige Höhen. Rotschenkel, Kiebitz und Uferschnepfe – sie und andere Wiesenvogelarten fühlen sich auf möglichst offenem und feuchtem Grünland wohl, das früher den ganzen norddeutschen Raum prägte. Genau eine solche Fläche wurde in den 1990er Jahren nahe der Uphuser Klappe als Ausgleichsmaßnahme für Areale entlang des Ems-Jade-Kanals geschaffen, die im Zuge von Dammerhöhungen für den Hochwasserschutz aufgegeben werden mussten. „Heute allerdings verhindert der zwischenzeitlich entstandene Bewuchs auf der Fläche, dass diese und die Nachbarflächen innerhalb des Vogelschutzgebietes von den Zielarten auch angenommen werden“, so Daubenspeck.

Im Rahmen der bevorstehenden Kompensationspflegemaßnahme werden auf der Fläche nordöstlich der Uphuser Klappe deshalb in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde des Fachdienstes Umwelt der Stadt Emden in den Wintermonaten mehrere Bäume entnommen und weitere Gehölzpflegemaßnahmen durchgeführt. „Ziel ist die Entwicklung sogenannten artenreichen Flutrasens und damit günstige Bedingungen dafür, dass Wiesenvögel das umgebende Areal wieder als Reproduktions- und Brutgebiet annehmen“, erklärt Axel Daubenspeck. Die Betriebsstelle Aurich des Landesbetriebs ist für die Unterhaltung des Ems-Jade-Kanals und anderer Gewässer in der Region sowie anliegender Flächen und Anlagen zuständig.

Im Zuge der Arbeiten wird dabei nicht jeglicher Bewuchs entfernt werden: So sollen gebüschartige Weiden größtenteils erhalten bleiben. Abseits der Gehölzarbeiten ist zudem vorgesehen, Ufer abzuflachen sowie vorhandene Büsche und Schilf zu beseitigen. „Nur so können Wiesenvögel wie der Kiebitz den Weg zum Gewässer finden und auf den künftigen Feuchtwiesen erfolgreich auf Nahrungssuche gehen“, so Daubenspeck. Im Anschluss an die Arbeiten soll der hergestellte Zustand durch regelmäßige Mahd oder Beweidung auch langfristig erhalten werden.


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Artikel-Informationen

erstellt am:
26.11.2021

Ansprechpartner/in:
NLWKN Pressestelle

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