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Danny Wolff neuer Leiter der NLWKN-Betriebsstelle Lüneburg

Gesamtes Führungsteam besteht aus zwei Frauen und vier Männern


 
Das Führungsteam der NLWKN-Betriebsstelle in Lüneburg. Hintere Reihe v.l.n.r. Klaus Jänsch, Heiko Warneke, Danny Wolff, Heiko Marquardt. Vordere Reihe v.l.n.r. Sabina Breske, Frauke Köhne (Foto: Ute Bösch/NLWKN)

Die Betriebsstellenleitung am Standort Lüneburg des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ist wieder in allen Führungsfunktionen besetzt und die Verjüngung des Führungsteams damit abgeschlossen. Mit der Ernennung von Danny Wolff zum neuen Betriebsstellenleiter ist die Betriebsstelle Lüneburg der zweite von landesweit elf Standorten des NLWKN, der von einem Naturschutzdezernenten geleitet wird.

Wirklich neu ist der heute 54-jährige Diplom-Ingenieur der Landschaftsplanung jedoch nicht. Bereits vor fast drei Jahrzehnten in die Landesnaturschutzverwaltung eingetreten, übernahm er Ende 2014 als Dezernent die Leitung des Geschäftsbereichs „Regionaler Naturschutz" in Lüneburg. „Mit der Koordinierung bei der Landesförderung der Vor-Ort-Betreuung von Schutzgebieten oder dem Management von Landesnaturschutzflächen haben Sie wiederholt auch überregional Ihre ausgewiesenen Führungsqualitäten und besondere Sensibilität im Umgang mit Ihren Kolleginnen und Kollegen innerhalb des NLWKN, aber auch mit externen Kooperationspartnern bewiesen", lobte Direktorin Anne Rickmeyer bei der Einführung des Betriebsstellenleiters.

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe", sagte Danny Wolff. „Die aktuelle Berichterstattung in den Medien zum Klimaschutz, zum Grundwasser- und Gewässerschutz, zum Hochwasserschutz und zum alarmierenden Zustand der biologischen Vielfalt zeigen, dass die Gesellschaft von der Politik und öffentlichen Verwaltung aktives Handeln erwartet. Und dem NLWKN kommt als Fachbehörde für Wasserwirtschaft, Naturschutz, als Gewässerkundlicher Landesdienst und mit seinen Kompetenzzentren Hochwasserschutz und Wasserrahmenrichtlinie eine Schlüsselstellung in der Beratung von Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung bei diesen drängenden Zukunftsaufgaben zu", so Wolff weiter.

Heiko Warnecke wurde als Vertreter des Betriebsstellenleiters bestätigt. Er leitet den Geschäftsbereich „Planung und Bau wasserwirtschaftlicher Anlagen und Gewässer". Seit diesem Jahr im Führungsteam dabei sind außerdem Klaus Jänsch, Betrieb und Unterhaltung landeseigener Gewässer und Anlagen, Heiko Marquardt leitet die Zentralen Dienste in der Betriebsstelle Lüneburg sowie Sabina Breske und Frauke Köhne, die sich eine Dezernentinnen-Stelle im Geschäftsbereich „Gewässerbewirtschaftung/ Flussgebietsmanagement“ teilen.

Die Aufgaben des NLWKN werden nicht nur in der Fachlichkeit, sondern auch in Rechtsfragen, bei finanziellen Aspekten sowie in kommunikativer und partizipativer Hinsicht zunehmend anspruchsvoller und komplexer. Mit fünf Geschäftsbereichen auf Betriebsstellenebene (110 Mitarbeiter) und drei Geschäftsbereichen auf Direktionsebene (14 Personen) gehört Lüneburg zu den am breitesten aufgestellten Standorten des NLWKN in Niedersachsen. Dies spiegelt auch die besondere Bedeutung von Nordost-Niedersachsen beim Hochwasserschutz, beim Fließgewässer- und Grundwasserschutz sowie beim Arten- und Biotopschutz wider.

Neben fachbehördlichen und konzeptionellen Aufgaben ist die Arbeit der Betriebsstelle auch durch stark durch „praktische“ Aufgaben geprägt, die vor Ort sichtbar werden und in enger Zusammenarbeit beziehungsweise Abstimmung mit Verbänden, Kommunen und Landbewirtschaftern wahrgenommen werden. Aktuelle „praktische“ Beispiele, die für die enge Verknüpfung von Naturschutz und Wasserwirtschaft in der Arbeit des NLWKN stehen, sind zum Beispiel

  • Schwerpunkt Naturschutz: ein mehrjähriges von der EU gefördertes Projekt zur Optimierung des Moorwasserhaushalts auf landeseigenen Naturschutzflächen in elf Moor-Schutzgebieten, auch mit dem Ziel der Reduzierung von Treibhausgasen sowie Planung und Durchführung von EU-Life-Projekten zur Verbesserung des Schutzes von Feuchtgrünland und Wiesenbrütern, auch unter Optimierung der Grundwasserstände,

  • Schwerpunkt Fließgewässerentwicklung: Beratung und Förderung der Gewässerallianz bei den Unterhaltungsverbänden mit dem Ziel einer verbesserten Umsetzung von Fließgewässerentwicklungsmaßnahmen; Aufstellung des Unterhaltungsrahmenplans für die Jeetzel als landeseigenes Gewässer unter Berücksichtigung der dort lebenden Arten und Lebensgemeinschaften, die Planungen zur Anpassung der Jeetzel-Wehre „Lüggau“ und „Weitsche“ zur Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit oder der geplante Umbau der landeseigenen Fischteichanlage „Dullborn“ zu einem naturnahen Quell-, Bach- und Auenkomplex,

  • Schwerpunkt Hochwasserschutz: Ermittlung der Bemessungswerte als Grundlage für die Planung und bauliche Anpassung von Deichen und Hochwasserschutzanlagen an der Elbe und ihren Nebenflüssen als Folge von durch den Klimawandel veränderten Bemessungswasserständen unter Berücksichtigung des Schutzes der dort ausgewiesenen Natura 2000- und Naturschutzgebiete. Wie im Bereich der Vitico bei Bleckede werden dabei auch Möglichkeiten zur Schaffung neuer Retentionsräume genutzt, die sich sehr positiv auf die Wasserspiegellagen im Hochwasserabfluss der Elbe auswirken. Betrieb des Hochwassermeldediensts für die Elbe und die Ilmenau,

  • Schwerpunkt Grundwasserschutz: Erfassung und Bewertung von Daten zur Güte und Menge von Grundwasser; Beratung und Förderung einer grundwasserschonenden Landbewirtschaftung.

Am Standort Lüneburg werden zudem zwei Direktions-Aufgaben des NLWKN wahrgenommen. Dies beschleunigt und vereinfacht die Abstimmung und fördert die Erarbeitung von Lösungen „aus einer Hand“. Der Geschäftsbereich „Wasserwirtschaftliche Zulassungsverfahren“ etwa ist unter anderem für die rechtliche Genehmigung eines Teils der aufgezählten Projekte sowie für die Bestickfestsetzung der Deiche zuständig. Außerdem werden von der Direktion für die Projektplanung und –umsetzung die benötigten EU- und Landesmittel bewilligt sowie deren sachgerechte Verwendung geprüft.

 
Danny Wolff, Leiter der Betriebsstelle des NLWKN in Lüneburg (Foto: Ute Bösch/NLWKN)
 
Anne Rickmeyer, Direktorin des NLWKN, und Danny Wolff, Leiter der NLWKN-Betriebsstelle Lüneburg. (Foto: Jörn Abel, NLWKN)
Artikel-Informationen

16.12.2019

Ansprechpartner/in:
Bettina S. Dörr

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