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Naturschutzgebiet "Heinsener Klippen, Graupenburg"

Kennzeichen: NSG HA 095


Bei den Heinsener Klippen handelt es sich um den nach Süden exponierten Steilhang des Kapenberges an der Weser, an dem Kalkstein zutage tritt. Im Norden schließt sich ein flacherer, mit Lösslehm überdeckter Hang an. Stellenweise finden sich hier auch Bereiche, die u. a. von Mittelterrassenkiesen der Weser geprägt sind. Der Höhenzug der Graupenburg und des Schiffberges wird v. a. durch die harten Gesteinsschichten des Unteren Muschelkalkes gebildet, der im Naturschutzgebiet stellenweise an den südexponierten Hängen zutage tritt. So haben sich an den häufig steilen Hängen flachgründige und aufgrund der geringen Wasserspeicherung warme, trockene und gut durchlüftete Standorte entwickelt.

Die bewaldeten Höhenzüge und Kuppen sind, zusammenhängend und großflächig, fast ausschließlich mit naturnahen, für das Weserbergland typischen, artenreichen, mesophilen Buchenwäldern und Kalktrockenhangwäldern bewachsen. Daneben sind Vorkommen von Schlucht- und Hangmischwäldern zu finden. Durch die standörtliche Vielfalt des Gebietes treten neben den am weitesten verbreiteten Waldmeister-Buchenwäldern die Orchideen- Buchenwälder auf den trockenwarmen Kalkstandorten und thermophile Ahorn-Lindenwälder an den sonnenseitigen Hangfüßen auf. Vereinzelt kommen in den nutzungsbedingten Ausprägungen der thermophilen Eichen-Hainbuchenwälder Reste von historischen Mittel- bzw. Niederwaldstrukturen, z. T. mit ihrer typischen und besonders artenreichen Gehölz- und Krautvegetation vor.

Charakteristisch sind die an den Heinsener Klippen zahlreich vorhandenen, z. T. hoch aufragenden Felsen mit den dort vorkommenden kleinflächigen Trockengebüschen und der typischen Kalkfelsspaltenvegetation. Das Naturschutzgebiet wird weiterhin durch einen ehemaligen Steinbruch geprägt.

An den nach Südosten in Richtung Forstbach abfallenden Hängen der Graupenburg finden sich einige „Magere Flachland-Mähwiesen“. Darüber hinaus haben sich sowohl hier als auch auf den flachgründigen Standorten der Heinsener Klippen kleinere Kalk-Magerrasen ausgebildet.

Das Gebiet ist zudem geprägt von historischen Elementen und Strukturen von bemerkenswerter Anzahl, Dichte und kulturhistorischer Bedeutung.

Das Gebiet dient dem Schutz des FFH-Gebietes 125 "Burgberg, Heinsener Klippen, Rühler Schweiz" und liegt im Europäischen Vogelschutzgebiet V68 "Sollingvorland".

Zuständig ist der Landkreis Holzminden als untere Naturschutzbehörde.

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Heinsener Klippen mit Steinbruch  
Heinsener Klippen mit Steinbruch
Steinbruch in den Heinsener Klippen  
Steinbruch in den Heinsener Klippen
Heinsener Klippen  
Heinsener Klippen
Graupenburg  
Graupenburg
Graupenburg  
Graupenburg
Graupenburg  
Graupenburg
Übersichtskarte des Schutzgebietes   Bildrechte: NLWKN

Verbindlich sind für alle Schutzgebiete die im Amtsblatt veröffentlichten Verordnungen bzw. Karten.

NSG-Schild Bildrechte: NLWKN

Naturschutzgebiet "Heinsener Klippen, Graupenburg"

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Artikel-Informationen

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover

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