NLWKN klar

Pflegearbeiten am Dümmer: Schilf statt Weidensträucher

Raupen mit Forstfräsen bis Mitte September im Einsatz/ Presseinformation vom 20. August 2018


Hüde – In dieser Woche beginnen in den Uferzonen des Dümmers wichtige Pflegearbeiten des Naturschutzes: Im Auftrag des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz), der Staatlichen Moorverwaltung, des Domänenamtes sowie des Landkreises Diepholz werden Fräsmaschinen die Verbuschung der Schilfzone durch Weidensträucher zurückdrängen, um dem Schilf wieder mehr Raum zu geben. „Zum Einsatz kommen Raupenfahrzeuge, die speziell mit Forstfräsen ausgestattet sind und die Weidenbüsche mitsamt ihrem Wurzelwerk kleinhäckseln. So verhindern wir, dass die Schilfzone weiter verbuscht und können wieder große zusammenhängende Schilfbereiche entwickeln“, erläutert Heinrich Belting von der Naturschutzstation Dümmer des NLWKN das Vorgehen. Die Pflegearbeiten sind für den Naturschutz am See besonders wichtig, da das Röhricht eine große Bedeutung für den Erhalt zahlreicher bedrohter Vogelarten hat, die durch die europäische Vogelschutzrichtlinie besonderen Schutz genießen. Dazu zählen unter anderem Rohrdommel, Rohrsänger und Wasserralle, die durch das Zurückdrängen des Weidenbewuchses wieder ideale Brutbedingungen im Schilfgürtel vorfinden.

Ein Vorteil für den aufwändigen Pflegeeinsatz ist die derzeitige Trockenphase: „Dadurch ist der Wasserstand im See niedriger als sonst und auch die Schilfzone ist trocken, so dass die Maschinen sehr gut im Schilf arbeiten können, ohne größere Schäden zu verursachen“, ergänzte Belting.

Die Pflegearbeiten werden etwa drei Wochen in Anspruch nehmen und voraussichtlich bis Mitte September abgeschlossen sein.

Die Pistenraupe mit der Forstfräse arbeitet effizient und schonend im Schilf  

Die Pistenraupe mit der Forstfräse arbeitet effizient und schonend im Schilf

Artikel-Informationen

20.08.2018

Ansprechpartner/in:
Achim Stolz

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