NLWKN klar

22. Grundwasser-Workshop am 21. Juni 2017 in Cloppenburg

Anmeldeschluss ist am 5. Mai


Das Grundwasser ist in Niedersachsen vielerorts mit Nährstoffen belastet. Als Hauptursache dieser Verunreinigung gilt die diffuse Belastung aus der Landbewirtschaftung. Zu Beginn der Veranstaltung richten wir der Blick auf den Nitratbericht 2016, um die Entwicklung der Nitratbelastung des Grundwassers auf Bundes- und Landesebene näher zu betrachten.

Die Ziele der EG-WRRL sind in Niedersachsen in absehbarer Zeit nicht zu erreichen. Hinzu kommt, dass es ohne den vielerorts stattfindenden Nitratabbau zu einer wesentlich höheren Nitratbelastung des Grundwassers kommen würde. Daher sind Erkenntnisse zum Nitratabbau im Grundwasser für die Wasserwirtschaft von großer Bedeutung. Die aktuellen Ergebnisse einer landesweiten Untersuchung des NLWKN zum Nitratabbau sind deshalb von besonderem Interesse.

Auch wenn der 4. Nährstoffbericht der Landwirtschaftskammer Niedersachsen einen leichten Rückgang der Nährstoffüberschüsse feststellt, besteht nach einhelliger Expertenmeinung weiterhin ein gravierendes Mengen- und Verteilproblem. Hier bedarf es weiterer gemeinsamer Anstrengungen der Landwirtschaft und der Wasserwirtschaft, um fachlich fundierte Lösungsstrategien zu entwickeln und möglichst zeitnah umzusetzen.

Im Themenblock II widmen wir uns aktuellen Projekten zur Wirtschaftsdüngerproblematik. Das Verbundprojekt zum Wirtschaftsdüngermanagement in Niedersachsen soll hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Eine gewässerschonende Verteilung unter Berücksichtigung wasserwirtschaftlicher Anforderungen und den Neuerungen im Düngerecht ist dabei entscheidend. Von Bedeutung für die Umwelt und insbesondere für die Gewässer sind auch Rückstände in Wirtschaftsdüngern, wie z. B. Antibiotika. Sie bilden den thematischen Schwerpunkt eines weiteren Projektes zur Erarbeitung von Qualitätsstandards in Wirtschaftsdüngern.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wollen wir mit Vertretern aus Wasserwirtschaft und Landwirtschaft der Frage nachgehen, wie die neuen Erkenntnisse und die gesetzlichen Vorgaben im Sinne des Gewässerschutzes genutzt werden können. Welche Strategien müssen wir entwickeln, um die Nährstoffüberschüsse in den Griff zu bekommen und welche Schritte sind hierzu kurz- und mittelfristig erforderlich? Ferner werden wir uns mit der Frage beschäftigen, welchen Beitrag die neue Düngegesetzgebung zum Gewässerschutz leisten kann und welche Anpassungen bei den derzeitigen Gewässerschutzmaßnahmen erfolgen sollten.

Wie gewohnt, sind Sie in den Pausen herzlich zum Besuch der Poster-Ausstellung eingeladen.

Der Anmeldeschluss für den diesjährigen Grundwasser-Workshop ist am 5. Mai 2017.
Die Teilnahmegebühr beträgt 45,00 Euro pro Person.



Hinweis: Der Grundwasser-Workshop 2017 ist ausgebucht.

Artikel-Informationen

05.05.2017

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