NLWKN

Am Rhumewehr entsteht ein naturnaher Flussabschnitt

Das Projekt hilft bei der Umsetzung der europäischen Umweltrichtlinien // Presseinformation vom 17. Mai 2013


Baubeginn für die angekündigte Neugestaltung der Rhume und der angrenzenden Flächen im Katlenburger Ortsteil Lindau im Landkreis Northeim: In der kommenden Woche rollen die Bagger. Die Baukosten betragen 450.000 Euro: Das Vorhaben wird im Rahmen des niedersächsischen Fließgewässerprogramms aus Landes- und EU-Mitteln finanziert.

Wie bereits berichtet, ist die alte Stauanlage ein Hindernis, das von Fisch und Co. nicht überwunden werden kann. Weil die ökologische Durchgängigkeit des Flusses Rhume aber entscheidend ist für eine gewässertypische, vielfältige Fischfauna und deren Lebensgemeinschaft, soll das Wehr nun rückgebaut und durch ein naturnahes Raugerinne auf der Fläche südlich der Stauanlage ersetzt werden.

Im vergangenen Dezember wurden bereits die Vorarbeiten zur Baufeldherstellung durchgeführt, wie Amadeus Meinhardt-Hey vom NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) in Braunschweig mitteilt. Damit der damit verbundene Eingriff in den Naturhaushalt so gering wie möglich ausfiel, wurden diese Arbeiten außerhalb der Brut- und Setzzeit der heimischen Tierwelt durchgeführt. „Jetzt beginnen die geplanten Umgestaltungsmaßnahmen, über die sich der interessierte Besucher auf einer eigens am Rande des Baufeldes aufgestellten Schautafel informieren kann.“

Meinhardt-Hey ergänzt, dass der ehemalige Wehrstandort und die gesamte Fläche südlich des Rhumewehres wegen ihrer Lage im Naturschutzgebiet „Rhumeaue, Ellerniederung und Gillersheimer Bachtal“ im Zuge der Maßnahmen zudem naturnah gestaltet und ökologisch aufgewertet werden. Die Arbeiten sollen bis zum Ende des Sommers abgeschlossen sein. Die Hauptbaustellenzufahrt wird zur Entlastung der Anwohner außerhalb der Ortslage eingerichtet. Sie verläuft über den südlich der Rhume gelegenen Feldweg.

„Lediglich für kleinere Gewerke und dann auch nur für kurze Zeit werden in unmittelbarer Ortsrandlage Arbeiten ausgeführt“, betont der Experte vom NLWKN und bittet um Verständnis für die damit verbundenen Unannehmlichkeiten.

Artikel-Informationen

erstellt am:
17.05.2013

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