NLWKN

Europakai-Erweiterung: Birkner überreicht Genehmigung

Zusätzliche Hafenflächen können auch für Offshore-Umschlag genutzt werden/ Pressemitteilung vom 2. Mai 2012


Cuxhaven/ Hannover – Am Mittwoch Nachmittag übergab der Niedersächsische Umweltminister Dr. Stefan Birkner in Cuxhaven in feierlichem Rahmen die Genehmigung zur Erweiterung des Europakais an Dr. Jens-Albert Oppel von der Niedersachsen-Ports GmbH & Co. KG „Niedersachsen kommt schon auf Grund seiner geografischen Lage eine Schlüsselrolle beim Ausbau der Windenergie zu und die Landesregierung ist entschlossen, die darin liegenden Chancen zu nutzen“, betonte Birkner.
Der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hatte das Genehmigungsverfahren Anfang April abgeschlossen und den erforderlichen rund 90 Seiten starken Planfeststellungsgebeschluss erarbeitet. Cornelia Scupin – die Leiterin des Genehmigungsbereiches im NLWKN – wies auf die hohe Akzeptanz für das Hafenprojekt hin: „Es gab im Anhörungsverfahren nur eine private Einwendung“.

Die Maßnahme dient auch dem Ausbau der Windenergie auf See. Die neue Kaianlage erweitert das vorhandene Mehrzweckterminal und besteht aus dem Kaibauwerk mit einem Liegeplatz und dem Zufahrtsbereich zur Fahrrinne der Elbe. Der neue Liegeplatz ist für Mehrzweckschiffe mit einem maximalen Schiffstiefgang von 14,30 m und einer Länge von 240 m vorgesehen. Zudem ist vorgesehen, diesen Liegeplatz auch für so genannte Jack-up Schiffe herzurichten. Diese Schiffsart kann sich durch vier hydraulisch betriebene Stelzen auf dem Grund aufstellen und somit tideunabhängig beladen werden. Die Gewässersohle ist für diese Belastungen zu befestigen. Landseitig der Kaiverlängerung ist vorgesehen, eine ca. 8,5 Hektar große Wasserfläche mit Sand aufzuspülen. Auf diesem uferparallelen Streifen von ca. 300 m Breite zwischen der neuen Kaikante und dem vorhandenen Hochwasserschutzdeich können Betriebs- und Lagerflächen entstehen.

„Die vorhandenen Schiffsliegeplätze in Cuxhaven sind bereits weitgehend ausgelastet. Um die am Markt bestehenden Wachstumschancen nutzen zu können, wird ein weiterer Liegeplatz benötigt.“, erläuterte Dr. Oppel die zukünftige Strategie.

„Es bestehen Planungen zu einer Vielzahl von Offshore-Windparks, die nach Fertigstellung jeweils mehrere hundert Megawatt an installierter Leistung aufweisen werden. Für die Errichtung tausender Offshore-Windenergieanlagen bestehen hohe Anforderungen an das gesamte Spektrum der Logistik. Insbesondere die Häfen müssen als Voraussetzung für die Errichtung von Windparks auf hoher See den entsprechenden Anforderungen gerecht werden. Hierzu trägt die jetzt erteilte Genehmigung bei“, resümierte Umweltminister Birkner.

Der Planfeststellungsbeschluss wird in der Stadt Cuxhaven sowie den Samtgemeinden Am Dobrock und Hemmoor in Kürze für zwei Wochen ausgelegt, so dass Interessierte sich informieren können. Wann und wo die Auslegung erfolgt, wird vorher ortsüblich bekannt gemacht.

Luftaufnahme mit Planungsbereich   Bildrechte: N-Ports

Luftaufnahme mit Planungsbereich

Artikel-Informationen

erstellt am:
02.05.2012

Ansprechpartner/in:
Achim Stolz

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Am Sportplatz 23
26506 Norden
Tel: +49 (0)4931/947-228
Fax: +49 (0)4931/947-222

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