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Arbeitskreis Pilotgebiet Lager Hase

Ein vorläufiger Arbeitskreis besteht seit dem Jahre 2003. Er war in Vorbereitung auf die Maßnahmen zur Umsetzung der Wasserrahmenrichlinie in intensiven Agrarregionen gegründet worden. Dieser Arbeitskreis bezog sich nur auf das Gebiet der Lager-Hase, einem Teileinzugsgebiet des Grundwasserkörpers Hase-Lockergestein-Rechts. Die damals gewonnenen positiven Erfahrungen sollen nun in dem neuen Arbeitskreis genutzt werden. Zielgebiet ist zwar der gesamte Grundwasserkörper Hase-Lockergestein-Rechts. Da sich dieser jedoch auf insgesamt 4 Landkreise erstreckt und dieses die Teilnahme von sehr vielen zusätzlichen Vertretern der jeweiligen Institutionen erforderlich gemacht hätte, einigte man sich auf das Ziegebiet des Vorprojektes. Nur aus diesem Gebiet, das in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta liegt, nehmen Vertreter der Wasserversorger, der Landwirte, der Landvolkverbände, der Landwirtschaftskammer, der Wasserachten und der Landkreise an den Sitzungen teil. Die Vertreter des restlichen Gebietes werden anhand der Protokolle zu den Sitzungen über den Projektfortschritt informiert

Der jetzige Arbeitskreis wurde im Jahre 2006 neu gegründet. Der Arbeitskreis wird abwechselnd von Herr Bokern, Landwirt aus dem Landkreis Vechta und Herrn Flerlage aus dem Landkreis Cloppenburg in Zusammenarbeit mit Herrn Windhaus vom NLWKN geleitet. Mittlerweile hat der Arbeitskreis Lager-Hase mehrmals pro Jahr getagt und sich aktiv an der Ausgestaltung der Maßnahmenprogramme im Bereich Grundwasserschutz, der Entwicklung des Grundwassermonitorings sowie der Gebietskulissen beteiligt. Die jeweiligen Tagesordnungen der Sitzungen können nebenstehend eingesehen werden. Am 21 Juni 2007 fand im Rahmen eines internationalen Arbeitsgruppenaustausches eine Besichtigung von landwirtschaftlichen Betrieben und eine Betriebsbesichtigung des Agrarhandelsunternehmens Bröring statt. Den Besuchern konnte ein guter Einblick in die kapitalintensive Agrarwirtschaft der Region geboten werden. In sehr anregenden Diskussionen wurde den Engländern vermittelt, dass sich intensive Landwirtschaft und sorgfältige Umgang mit den Wasserresourcen nicht gegenseitig ausschließen. Eine Demonstrationsanlage zur Güllebanddüngung zu Mais zeigte den innovativen Einsatz eines Schleppschuhverteilers zur Reduzierung der Mineraldüngung bei der Maisbestellung auf.

In einer Arbeitskreissitzung wurde am 23.11.07 eine Pilotanlage zur Vergasungs- und Pelletierung von Reststoffen aus Biogasanlagen besichtigt. Außerdem fand am 11.12.07 eine Veranstaltung zum Thema: "Optimierung der verwaltungstechnischen Abwicklung von Grundwasserschutzmaßnahmen" statt. In dieser Veranstaltung wurden Empfehlungen erarbeitet, die insbesondere die Abwicklung von EU-Trinkwasserschutzmaßnahmen vereinfachen sollen.

In einer Abendveranstaltung am 02.06.08 sollen die Ergebnisse der N-Bilanzierung der landwirtschaftlichen Testbetriebe mit den beteiligten Betriebsleitern besprochen werden.

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