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Förderung der Fließgewässerentwicklung

Ziel und Zweck, Rechtsgrundlage


Mit der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Fließgewässerentwicklung“ vom 17.05.2016 verfolgt das Land Niedersachsen das Ziel, die natürliche Dynamik, Struktur und Funktionsfähigkeit von Fließgewässerlandschaften wiederherzustellen und zu erhalten. Im Sinn des Niedersächsischen Fließgewässerprogramms und der EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) wird die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums gestärkt und das natürliche Erbe erhalten. Die Gebietskulisse Fließgewässerentwicklung umfasst das Gewässernetz der EG-WRRL sowie bestimmte weitere Nebengewässer. Näheres dazu finden Sie hier.

Vorhaben an Gewässern und ihren Auen, die auch anderen fachlichen Zielen dienen, oder die in Kombination mit anderweitigen Vorhaben zu solchen Zwecken durchgeführt werden, sind ausdrücklich erwünscht.

Die Förderung von geeigneten Vorhaben der Fließgewässerentwicklung an den landesweiten Prioritätsgewässern und in ihren begleitenden Auen und Niederungen ist ein Beitrag zur Umsetzung des Aktionsprogramms Niedersächsische Gewässerlandschaften und der europarechtlichen Vorgaben zur Entwicklung der heimischen Gewässerlandschaften. Weiterführende Infos s. Aktionsprogramm Niedersächsische Gewässerlandschaften.


ELER-kofinanzierte Vorhaben

Das Einreichen der Förderanträge für ELER-Vorhaben der Fließgewässerentwicklung erfolgt innerhalb der veröffentlichten Antragsphasen. Die genauen Daten finden Sie hier. Sie werden zudem über unsere Pressemittteilungen bekannt gegeben.

Anschließend erfolgt ein Ranking der eingereichten Vorhaben auf Grundlage von Programmauswahlkriterien (siehe Anlage zur Richtlinie). Die Positionierung in der Rankingliste ergibt die Reihenfolge der zu fördernden Projekte. Die Förderquote beträgt bis zu 90% der förderfähigen Gesamtkosten eines Vorhabens, wobei die Zuwendung als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Rahmen der Projektförderung unter Beteiligung von EU-Mitteln (ELER) als Anteilsfinanzierung gewährt wird. Die einzuhaltenden Allgemeinen Nebenbestimmungen finden sich in der ANBest-ELER (Allgemeine Nebenbestimmungen für die ELER-Förderung).


Aktuell: landesmittelfinanzierte Vorhaben

Ergänzend fördert das Land Vorhaben der Fließgewässerentwicklung - unabhängig von der Höhe der zuwendungsfähigen Ausgaben - aktuell auch mit reinen Landesmitteln in größerem Umfang. Bislang bestand diese Fördermöglichkeit nur bei den sog. „Kleinen Vorhaben“ der FGE. In 2022 werden die “Kleinen Vorhaben“ und die regulären FGE-Vorhaben erstmals in einem Bauprogramm zusammengefasst.

Für neue Projekte zur Umsetzung in 2022 und Folgejahren können, im Rahmen eines Vorverfahrens, bis zum 31.01.2022 Maßnahmenblätter beim NLWKN eingereicht werden. Das Maßnahmenblatt steht in der Downloadliste bereit. Setzen Sie sich hierzu gern mit Ihrer regionalen Ansprechperson in Verbindung.

Aus den eingereichten Maßnahmenblättern werden dann, im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel, die förderfähigen und -würdigen Projekte nach landesweiter Prioritätensetzung ausgewählt und in das Bauprogramm 2022 aufgenommen. Für diese ausgewählten Projekte werden Sie dann zur konkreten Antragstellung beraten.


Hinweise und Besonderheiten

Bestandteil der Zuwendungsbescheide werden die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P/ANBest-Gk) sowie bei baulichen Vorhaben zusätzlich die baufachlichen Nebenbestimmungen (NBest-BauL). Für Vorhaben, die Zuwendungen bis zu 25.000 € erhalten, werden Erleichterungen hinsichtlich der Vergabe von Aufträgen zugelassen. Die Nebenbestimmung Nr. 3.1 ANBest-P findet hier keine Anwendung. Außerdem ist hier ein einfacher Verwendungsnachweis (ohne Vorlage von Belegen) zugelassen.

Im Folgenden beantworten wir Ihnen einige der häufig gestellten Fragen zu FGE-Vorhaben. Weitere Informationen finden Sie zudem in der o.g. Förderrichtlinie FGE und dem Merkblatt zum „Grunderwerb“ im Downloadbereich.

  • Welche Vorhaben sind förderfähig?
    Gegenstand der Förderung können die unter Nr. 2 der Förderrichtlinie FGE genannten Vorhaben sein:
- Naturnahe Umgestaltung im Gewässer-, Böschungs- und Talauenbereich,
- Anlage von Gewässerentwicklungskorridoren, Gewässerrandstreifen sowie
Schutzpflanzungen als Beitrag zur Schaffung von Retentionsraum, zur
Verbesserung des Wasserhaushaltes, zur Schaffung von auentypischen
Elementen und zur Verminderung von Stoffeinträgen,
- Beseitigung und Umgestaltung ökologisch wirksamer Barrieren,

Auch die Förderung reiner Planungs-/Grunderwerbsvorhaben ist möglich.

  • Wer kann einen Antrag auf Förderung stellen ?
    Antragsberechtigt sind Gebietskörperschaften und Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie nicht gewerblich tätige juristische Personen, die wasserwirtschaftliche oder sonstige diesbezüglich umweltrelevante Aufgaben wahrnehmen.
    Neu: Kommunen und Zusammenschlüsse von Kommunen in der Rechtsform juristischer Personen des öffentlichen Rechts können, unabhängig von den zuwendungsfähigen Gesamtausgaben (d.h. auch für national finanzierte Vorhaben <100.000 €), Anträge stellen.

  • Wie hoch ist der Fördersatz ?
    Es kann eine Zuwendung bis zur Höhe von 90 % der zuwendungsfähigen Ausgaben bei einem Eigenanteil von 10 % gewährt werden. Sachleistungen (Kosten für eigene Geräte, eigenes Personal etc.) können den Eigenanteil ergänzen oder ersetzen. Reine Materialausgaben können bei zuwendungsfähigen Ausgaben bis 100.000 € bis zu 100% gefördert werden.
  • Wann kann ich einen Antrag auf Förderung stellen?
    Das Einreichen von Förderanträgen für Vorhaben der Fließgewässerentwicklung ist nach Aufnahme ins Bauprogramm wieder im Frühjahr 2022 möglich.

Allen potentiellen Vorhabenträgerinnen und -trägern bietet der NLWKN seine kompetente Beratung an.

Damit bereits bei der Entwicklung Ihrer Projektskizze alle Aspekte der fachlichen Anforderungen berücksichtigt werden, stehen Ihnen die Mitarbeitenden des Aufgabenbereichs 2.2 der Direktion des NLWKN landesweit an den Standorten Oldenburg, Verden, Lüneburg, Hannover und Braunschweig zur Seite. Die regionale Zuordnung der Ansprechpersonen zu den jeweiligen Förderprogrammen entnehmen Sie bitte der Liste der Ansprechpersonen.

Wir begleiten Sie bei der Entwicklung, Planung und Finanzierung Ihres Vorhabens.


Sprechen Sie uns gerne an!


NLWKN

Artikel-Informationen

erstellt am:
29.01.2009
zuletzt aktualisiert am:
19.11.2021

Ansprechpartner/in:
Herr Johannes Leicht

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Direktion
Am Sportplatz 23
26506 Norden
Tel: +49 (0)4931/947-247

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