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Streng geschützte Gebiete in Niedersachsen / UMK-Indikator 22

In Niedersachsen sind in den letzten Jahren eine Vielzahl von Naturschutzgebieten ausgewiesen worden. Zusammen mit der Ruhezone I des Nationalparks Wattenmeer, dem Nationalpark Harz (ohne Erholungsbereich) und dem Gebietsteil C des Biosphärenreservates Elbtalaue, die ebenfalls einem Naturschutzgebiet entsprechend geschützt sind, zählen sie zu den naturschutzrechtlich streng geschützten Gebieten in Niedersachsen.


Prozentanteil streng geschützter Gebiete in Niedersachsen1)
(Stand 31.12.2023)

Bereiche

%-Anteil

Naturschutzgebiete

5,5 %

Nationalparke - ausgewählte Teilflächen:
- Zone I (Ruhezone) des Nationalparkes "Niedersächsisches Wattenmeer"
- Naturdynamik- und Naturentwicklungszone des Nationalparkes „Harz“

4,8 %

Biosphärenreservate - ausgewählte Teilflächen:
- Gebietsteil C des Biosphärenreservats "Niedersächsische Elbtalaue"

0,4 %

Gesamt
10,7 %

1) Der Flächenanteil bezieht sich auf die gesamte Landesfläche einschließlich der 12-Seemeilen-Zone (Bezugsgröße 5.334.846 ha).


Nicht einbezogen worden sind Naturdenkmale flächenhafter Ausdehnung, die weniger als 0,1 Prozent der Landesfläche ausmachen. Dies gilt ebenso für die "Besonders geschützten Biotope" und das "Besonders geschützte Feuchtgrünland", für die noch kein landesweiter Überblick vorliegt. Außerdem kommen viele dieser geschützten Biotope auch innerhalb der in der Tabelle aufgeführten naturschutzrechtlich geschützten Gebiete vor.


UMK-Indikator 22
Die Bundesregierung hat 2002 die nationale Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Die Umweltminister der Länder haben in ihrer 62. Konferenz (UMK) im Mai 2004 einen Satz von 24 Kernindikatoren beschlossen, der von Bund und Ländern als Maßstab für eine nachhaltige Entwicklung zugrunde gelegt werden soll. Zwei dieser Indikatoren betreffen innerhalb des Themenbereichs "Biologische Vielfalt, Landschaft" der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie den Naturschutz. Der UMK-Indikator 23 "Repräsentative Arten" soll Auskunft geben über die Entwicklung des allgemeinen Naturschutzes auf der gesamten Fläche (durch z. B. Vermeidung / Minimierung von Eingriffen, nutzungsintegrierten Naturschutz, nachhaltige Nutzung, Landschaftsplanung). Der UMK-Indikator 22 "Naturschutzflächen" soll die Entwicklung des besonderen Naturschutzes mit den Instrumenten des Flächen- und des Artenschutzes dokumentieren.

Der UMK-Indikator 22 "Naturschutzflächen" gibt den Flächenanteil der bundeseinheitlich naturschutzrechtlich streng geschützten Gebiete an. Es werden dabei entsprechend der obigen Tabelle nur naturschutzrechtlich besonders geschützte Gebiete berücksichtigt. Flächen, die der EU bisher lediglich als Gebiete gemeinschaftlicher Bedeutung gemeldet wurden und / oder nur durch Vertragsnaturschutz gesichert sind, werden nicht mit einbezogen. Der Indikator macht dabei keine Aussagen zur Qualität der gesicherten Gebiete.

Die Ausweisung der "Naturschutzflächen" im Sinne streng geschützter Flächen dient i. d. R. vorrangig dem Schutzgut Arten und Biotope. Zur Sicherung der biologischen Vielfalt sind ausreichend große Flächen erforderlich, auf denen sich die Natur ohne belastende Eingriffe des Menschen entfalten kann. Die Ausweisung von Schutzgebieten gehört deshalb zu den wichtigsten Instrumenten des Naturschutzes. Ihr Flächenanteil sagt etwas über die Aktivitäten der Länder zur Erhaltung und Entwicklung von Existenzmöglichkeiten für empfindliche Arten und Biotope.


Entwicklung des Indikators "Streng geschützte Gebiete in Niedersachsen"

Jahr

Indikator (Anteil an der Landesfläche einschließlich der 12-Seemeilen-Zone)

2023
10,7 %
2022

10,7 %
2021

10,6 %

2020

10,4 %

2019

10,2 %

2018

9,6 %

2017

9,2 %

2016

9,1 %

2015

9,1 %

2014

9,1 %

2013

9,0 %

2012

9,0 %

2011

9,0 %

2010

8,9 %

2009

8,7 %

2008

8,6 %

2007

8,4 %

2006

6,8 %

2005

6,7 %

2004

6,6 %

2003

6,6 %

2002

6,5 %

2001

6,3 %

2000

5,6 %

1999

5,4 %

1998

5,6 %

1997

5,3 %

1996

5,2 %

1995

5,2 %

1994

5,1 %

1993

4,8 %

1992

4,6 %

1991

4,5 %

1990

4,5 %

Statistik Bildrechte: pitopia.de/styleuneed.de
Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Küste vor Schillig   Bildrechte: Hans-Jürgen Zietz

Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Küste vor Schillig

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Astrid Schulze

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