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Naturschutzgebiet "Gallberg"

Kennzeichen: NSG HA 054

Das Naturschutzgebiet wird durch einen in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Muschelkalk-Höhenzug mit flachgründigen trockenen Böden geprägt, die insbesondere auf dem steileren Westhang auftreten. Die weniger steilen Gebietsteile weisen Lössüberwehungen in unterschiedlicher Mächtigkeit auf, die im Westen Buntsandstein und auf den flacheren Osthängen des Gallbergs Muschelkalk überdecken.

Es handelt sich um den letzten weitgehend offenen Weideberg in Hildesheim und damit um ein Relikt der historischen Kulturlandschaft. Weite Teile des Hildesheimer Berglandes wurden in vorindustrieller Zeit von dieser Nutzungs- und Landschaftsform dominiert.

Das NSG enthält Kalkhalbtrockenrasen, extensiv genutztes Grünland, zum Teil auf flachgründigen Kalkscherbenböden liegende Äcker, einen Quellbereich, wärmeliebende Säume und Gebüsche sowie einen unter anderem aus Eichen und Hainbuchen aufgebauten Hangwald. Es zeichnet sich durch besondere landschaftliche Eigenart und Schönheit aus und bietet zahlreichen schutzbedürftigen Arten geeignete Lebensstätten.

Die im Gebiet festgestellte Arten- und Lebensraumvielfalt sowie die hohe Zahl gefährdeter Arten erklären sich insbesondere aus der Fortführung der langen Beweidungstradition ohne Einsatz von Mineraldünger und Bioziden sowie den besonderen Standortbedingungen auf Kalkgestein. Da es sich um eines der nördlichsten Vorkommen von Kalkhalbtrockenrasen und Gehölzbeständen trockenwarmer Kalkstandorte in Niedersachsen handelt, stoßen viele Arten hier an die Grenzen ihres natürlichen Verbreitungsgebietes.

Das NSG ist Bestandteil des FFH-Gebietes 115 "Haseder Busch, Giesener Berge, Gallberg, Finkenberg".

Zuständig ist die Stadt Hildesheim als untere Naturschutzbehörde.

Natur erleben ohne zu stören: Bleiben Sie bitte auf den Wegen und führen Sie Hunde an der Leine.


Vorschaubild Gallberg, Blick von Nordwesten, Foto: G. Madsack
Vorschaubild Gallberg, Blick nach Nordwesten, Foto: G. Madsack
Vorschaubild Stattliches Knabenkraut (Orchis mascula), Foto: G. Madsack
Vorschaubild Silbergrüner Bläuling (Polyommatus coridon), Foto: G. Madsack
Vorschaubild Burenziegen am Gallberg, Foto: G. Madsack
Vorschaubild Heidegrashüpfer (Stenobothrus lineatus), Foto: G. Madsack
Vorschaubild Kalkacker mit Blick auf Hildesheim, Foto: G. Madsack
Übersichtskarte des Schutzgebietes

Verbindlich sind für alle Schutzgebiete die im Amtsblatt veröffentlichten Verordnungen bzw. Karten.

NSG-Schild

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Sie haben verschiedene Möglichkeiten, ein NSG zu finden:

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